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Astronomie: Frühe Galaxienhaufen



Wie gigantische glühende Gaskugeln sehen sie aus: die neu entdeckten Galaxienhaufen in fünf Milliarden Lichtjahren Entfernung. Aufgenommen wurden die kosmischen Ballungszentren seinerzeit vom Röntgen-Satelliten ROSAT, dessen neunjährige Betriebsdauer 1999 endete. Doch die von ihm gelieferten Daten sind immer noch für manche Überraschung gut. So identifizierte Harald Ebeling vom Institut für Astronomie der Universität Hawaii bei ihrer Auswertung bisher 101 uralte Galaxienhaufen, die jeweils Hunderte bis Tausende von Milchstraßensystemen umfassen. Während einige Kerne haben, weisen andere fadenförmige Strukturen auf, die Schleifen und Bögen bilden. Die Lage der Galaxien am Rand des sichtbaren Universums bedeutet, dass sie bereits entstanden sind, als das Weltall halb so alt war wie heute. Ihre große Zahl läßt sich nur erklären, wenn man annimmt, dass eine Art Antigravitation die Expansion des Universums stetig beschleunigt. Dies stützt die neuesten kosmologischen Modelle.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 1 / 2001, Seite 30
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
1 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 1 / 2001

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