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Astrometrie: Gaias neuer Datenschatz

Nach dem ersten Teil von Gaias drittem Sternkatalog Ende 2020 kam nun ein großer Nachschlag dazu: Im Sommer 2022 wurden neue Beobachtungsdaten veröffentlicht, die mit dem ESA-Satelliten Gaia gewonnen wurden. Die hochpräzisen Messwerte sind relevant für alle Bereiche der Astrophysik. Hier erfahren Sie, was Forschende damit anstellen und wo Durchbrüche zu erwarten sind.
Milchstraßensystem von außen

Der Satellit Gaia wurde im Jahr 2013 von der Europäischen Weltraumbehörde ESA gestartet. Das Projekt dient der Astrometrie, also dem Sammeln wichtiger Messdaten vor allem von Sternen, zum Beispiel ihrer Position, Entfernung, Eigengeschwindigkeit und ihres Spektrums. »Sterne und Weltraum« begleitet die Mission von Anfang an und berichtete jüngst über neue Entdeckungen, die mit dem Projekt gemacht wurden. Nach wie vor werden täglich durchschnittlich etwa fünf Forschungsarbeiten publiziert, die von den Gaia-Daten profitieren.

Diese Erfolgsgeschichte geht weiter, denn nun wurde ein großer Datensatz veröffentlicht: der dritte Gaia-Katalog (Gaia Data Release 3, kurz GaiaDR3). Die gemessenen Größen betreffen sehr unterschiedliche astronomische Objekte wie Sterne, Asteroiden, Galaxien und Quasare. Von unschätzbarem Wert ist dabei, dass die beeindruckende Zahl von einer halben Milliarde Sternen in unserer Galaxis klassifiziert werden konnten.

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