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Geburtshelfer Roms

Mehr als hundert Jahre lang lenkten etruskische Könige die Geschicke Roms. Für die Römer war dieser Kontakt äußerst fruchtbar, für die Etrusker endete er mit dem Verlust ihrer Identität
Eigentlich, so befand im Jahr 48 n. Chr. der römische Kaiser Claudius in einer Rede vor dem Senat, sei Rom im Lauf seiner Geschichte mit Auswärtigen nicht schlecht gefahren – und dabei bezog er sich auf die etruskischen Könige. Der Monarch, als Autor von zwanzig Büchern über dieses Volk ein ausgewiesener Experte, wusste um dessen Verdienste für das frühzeitliche Rom. Dies offen auszusprechen wäre seinen republikanischen Vorfahren niemals in den Sinn gekommen. Im Gegenteil: Mehr an der Verherrlichung einer beispielhaften Vergangenheit inte­ressiert als an faktischer Wahrheit, setzten die Römer alles daran, die eigene Geschichte in ihrem Sinn umzudeuten. Sie erklärten den Mythos zur Historie und verliehen ihren Anfängen legendenhaften Charakter mit der sagenhaften Gründung Roms durch Romulus.

Die Wirklichkeit sah indes anders aus, die »Stadtwerdung« Roms war ein Werk der Etrusker. Rom entpuppte sich geradezu als Fundgrube für etruskische Hinterlassenschaften: kostbare Weihgaben aus Gold und Elfenbein, kunstvoll gefertigte Bronzestatuetten und ungezählte Gefäße aus Bucchero, der schwarzen Keramik der Etrusker – ganz zu schweigen von den baulichen Relikten dieses kulturell hochstehenden Volks.

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