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Gedanken im Leerlauf

Was treibt unser Gehirn, wenn wir gerade nichts tun und an nichts denken? Herzlich wenig, glaubten Forscher lange Zeit. Doch neue Untersuchungen zeigen: Auch mentaler Müßiggang ist harte Arbeit für das Gehirn - in Ruhe verbraucht es fast ebenso viel Energie wie beim Lösen anspruchsvoller Aufgaben.
Stille Denkarbeit
Marcus Raichle war bereits ein alter Hase in der Hirnforschung, als er die wohl größte Entdeckung seiner Karriere machte. Seit Ende der 1980er Jahre hatte er gemeinsam mit seinen Kollegen an der Washington University in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) die Techniken der modernen Neurobiologie verfeinert. Raichles Arbeitsgruppe war eine der ersten, die moderne bildgebende Verfahren nutzte, um die Aktivität einzelner Hirnregionen bei verschiedenen geistigen Beschäftigungen sichtbar zu machen.
Versuche mit Probanden im Hirnscanner gehören daher Mitte der 1990er Jahre zu Raichles täglichem Geschäft, ebenso wie das Auswerten ihrer neuronalen Aktivitätsmuster. Und doch war dem Neuro-Pionier bis zu diesem Tag etwas entgangen …
September 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist September 2010

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  • Quellen
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Garrity, A. G. et al.: Aberrant "Default Mode" Functional Connectivity in Schizophrenia. In: American Journal of Psychiatry 164, S. 450-457, 2007.

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Schilbach, L. et al.: Minds at Rest? Social Cognition as the Default Mode of Cognizing and its Putative Relationship to the "Default System" of the Brain. In: Consciousness and Cognition 17, S. 457-467, 2008.

Zhang, D., Raichle, M. E.: Disease and the Brain's Dark Energy. In: Nature Reviews Neurology 6, S. 15-28, 2010.