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Vorurteile: Geheime Gedanken

Mit neuartigen Reaktionstests wollen Psychologen unsere verborgenen Vorurteile ans Licht bringen. Doch das Verfahren ist umstritten.
Jeder hat sie, aber niemand gibt sie gerne zu: Vorurteile. Doch der Wissenschaft sei Dank lassen sich unbewusste Einstellungen mit impliziten Tests messen. Davon jedenfalls sind viele Psychologen überzeugt. Besonders hoch geschätzt ist gegenwärtig der Implizite Assoziationstest (IAT). Das von dem Psychologen Anthony Greenwald 1998 entwickelte Verfahren IAT fußt auf einem ebenso einfachen wie genialen Gedanken: Je schneller eine Person negative Begriffe wie Qual oder Tod beispielsweise mit den Gesichtern von korpulenten Menschen assoziiert, desto negativer bewertet der Proband Dicksein. Die Reaktionszeit dient mit anderen Worten als indirektes Maß für unsere Geisteshaltung. An ihr lässt sich ablesen, ob jemand bestimmte Begriffe oder Bilder als zusammengehörig empfindet oder nicht …

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Gehirn&Geist – Faszination Gehirn: 38 Infografiken über unser Denken, Fühlen und Handeln

Weil Sprache allein nicht immer das beste Kommunikationsmittel ist, werden seit 2013 ausgewählte Inhalte auf eine andere Art präsentiert: in Infografiken. Denn manches lässt sich in Bildern so viel einfacher darstellen als mit Worten. In dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist« präsentieren wir ein »Best-of« unserer Infografiken zu Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Wie funktioniert unser Orientierungssinn? Was haben Darmbakterien mit der Psyche zu tun? Was macht eine angenehme Unterhaltung aus? Wie wirkt Alkohol im Gehirn? Und warum lassen wir uns im Supermarkt so leicht zu Spontankäufen animieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist«. Jede der 38 Grafiken im Heft widmet sich einem eigenen Thema.

Spektrum - Die Woche – Der Traum vom perfekten Ich

Der Markt für Persönlichkeitsentwicklung boomt – doch viele Methoden arbeiten pseudowissenschaftlich. Erfahren Sie, was Psychologie über Veränderbarkeit wirklich weiß und wo Risiken liegen. Außerdem: warum Hunger Launen verändert, Europas tiefste Schlucht und neuromorphe KI‑Chips aus Deutschland.

Gehirn&Geist – Multiple Persönlichkeit: Was hinter der dissoziativen Identitätsstörung steckt

Manche Menschen scheinen verschiedene Ichs in sich zu tragen, die im Wechsel die Kontrolle über den Körper übernehmen – mit jeweils eigenem Alter, Namen und Geschlecht. Unsere Experten, die zu dissoziativen Phänomenen forschen, stellen die wichtigsten Fakten zur »Multiplen Persönlichkeit« vor. Ergänzend dazu geht die Psychologin Amelie Möhring-Geisler der Frage nach, ob rituelle Gewalt in der Kindheit gezielt Persönlichkeitsspaltungen herbeiführt. In dieser Ausgabe beginnt zudem eine neue Artikelserie zum Thema »Long Covid und ME/CFS«. Im Interview spricht Carmen Scheibenbogen von der Berliner Charité über Ursachen von ME/CFS, den Versorgungsmangel in Deutschland und Hoffnung auf Medikamente. Darüber hinaus berichten wir über das Glücksparadox, das besagt: Je mehr wir dem Glück hinterherjagen, desto weiter entfernt es sich. Wir stellen das Thema psychotherapeutische Patientenverfügung vor, die im psychischen Krisenfall eine große Hilfe sein kann, sowie die noch immer rätselhafte Schmerzerkrankung Fibromyalgie, über deren Ursachen noch viel spekuliert wird.

  • Infos
Literaturtipps

Blanton, H., Jaccard, J.: Decoding the Implicit Association Test: Implications for Criterion Prediction. In: Journal of Experimental Social Psychology 42(2), 2006, S. 192-212.

Fiedler, K., Blümke, M.: Faking the IAT: Aided and Unaided Response Control on the Implicit Association Tests. In: Basic and Applied Social Psychology (im Druck).

Schnabel, K., Asendorpf, J. B., Greenwald, A. G.: Implicit Association Tests (IAT): A Landmark for the Assessment of Implicit Personality Self-Concept. In: Boyle, G. J. et al. (Hg.): Handbook of Personality Theory and Testing. London: Sage (im Druck).

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