Stammzelltherapie: Geheimgang zum Gehirn

Wissenschaftler suchen daher schon lange nach Wegen, auf denen sie therapeutische Substanzen direkt in das Gehirn bringen können. Eine erprobte, aber eher brachiale Methode besteht darin, ein Loch durch die Schädeldecke zu bohren, um Medikamente dadurch zielgerichtet zu verabreichen. Der Pharmakologe William Frey II, Direktor des Alzheimer’s Research Center in St. Paul (US-Bundesstaat Minnesota), erforscht jedoch seit etwa zwei Jahrzehnten einen anderen Weg – durch die Nase.
Frey konnte zeigen, dass einige Substanzen aus der Nasenhöhle über den Riechnerv bis ins Gehirn vordringen. Für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen böte dieser Schleichweg zum Gehirn gleich mehrere Vorteile: Ein Nasenspray zur Behandlung von Parkinson wäre nicht nur schonender, kostengünstiger und risikoärmer als eine Operation. Es kann bei Bedarf auch über mehrere Monate hinweg wiederholt zum Einsatz kommen ...

Schreiben Sie uns!
Beitrag schreiben