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Aborigines: Gemalte Geschichte

Die Ureinwohner Australiens entwickelten eine besondere Art der Geschichtsschreibung: Sie hielten ihre Vergangenheit in Felsbildern fest. Eines ihrer bedeutendsten "Archive" untersuchen Archäologen seit 2008 im nordaustralischen Djulirri. Die Malereien zeugen von der Ankunft fremder Völker – lange bevor die Europäer den Kontinent entdeckten.
Zum ersten Mal kam Ronald Lamilami in den frühen 1960er Jahren nach Djulirri. Er war damals drei Jahre alt. Sein Vater führte ihn zu den Spuren seiner Vorfahren, die Tausende von Jahren immer mit Beginn der ­Regenzeit von der Nordküste Austra­liens ins Landesinnere aufbrachen, um dort Nahrung und Obdach zu finden. Mehrere Monate verbrachten die Ahnen in Djulirri, einem abseits gelegenen Tal mit unzähligen Höhlen. "Ich erinnere mich, dass die Felsen dort über und über bemalt waren", sagt Ronald Lamilami.

2010 kehrt er einmal mehr nach Djulirri zurück – zusammen mit dem Archäologen Paul Taçon von der Griffith University in Gold Coast, Queensland, sowie einigen Studenten. Mit einem Geländewagen prescht der kleine Trupp quer durch Ronalds Klangebiet. Es ist das Ende von Wurreng, der frühen Trockenzeit, und der Beginn von Gurrung, der Hitzeperiode. Insgesamt unterscheiden die Aborigines sechs Jahreszeiten – während der niederschlagsreichen Phasen steht die Straße unter Wasser und ist unpassierbar. Auf seinem Weg durchquert das Grüppchen um Taçon und Lamilami die spröde Felsenlandschaft des Wellington-Massivs, des nördlichen Auslegers des Arnhemland-Plateaus an der Nordspitze Australiens ...

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