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Körpersprache: Gescheite Gesten

Das Wort liegt einem auf der Zunge, aber man kommt einfach nicht darauf - und prompt gerät der Redefluss ins Stocken. Jeder kennt solche Sprachblockaden, bei denen wir oft ­spontan zu gestikulieren anfangen. Aus gutem Grund, erklären Forscher: Denn das Reden mit Händen und Füßen hilft dem Sprachgedächtnis auf die Sprünge.
Aus den Händen lesen
Haben Sie sich schon einmal dabei ertappt, wie Sie während eines Telefongesprächs lebhaft gestikulierten? Auch wenn so gut wie jeder von uns dieses körperbetonte Sprechverhalten an den Tag legt – seltsam ist es schon, wenn die Hände ein Eigenleben entwickeln, als wollten sie dem unsichtbaren Gesprächspartner zusätzliche Informationen übermitteln.
Wir deuten in bestimmte Richtungen, zeichnen die Konturen der Gegenstände nach, über die wir gerade sprechen, oder verleihen Worten mittels Gesten Nachdruck. Doch wozu? Ist unser Körper so sehr daran gewöhnt, ein Wörtchen "mitzureden", dass er nicht mehr zwischen einer Unterhaltung mit einem realen Gegenüber und einem Telefonat unterscheidet? Oder hat es einen besonderen Grund, weshalb wir auch beim Telefonieren in Bewegung sind? ...

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  • Quellen
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Levelt, W.: Speaking: From Intention to Articulation. The MIT Press, Cambridge 1989

Maril, A. et al.: Graded Recall Success: An Event-Related fMRI Comparison of Tip of the Tongue and Feeling of Knowing. In: NeuroImage 24, S. 1130-1138, 2005

McNeill, D., Duncan, S. D.: Growth Points in Thinking-for-Speaking. In: McNeill, D. (Hg.): Language and Gesture, S. 141-161. Cambridge University Press, Cambridge 2000

Schwartz, B. L.: Working Memory Load Differentially Affects Tip-of-the-Tongue States and Feeling-of-Knowing Judgments. In: Memory & Cognition 36, S. 9-19, 2008

Singer, M. A., Goldin-Meadow, S.: Children Learn When Their Teacher's Gestures and Speech Differ. In: Psychological Science 16, S. 85-89, 2005