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Psychiatrie: Gestörte Schaltkreise

In den letzten Jahren haben Neurowissenschaftler immer häufiger fehlerhafte Verbindungen im Gehirn als Ursache psychischer Störungen identifiziert. Dies weist den Weg zu besserer Früherkennung und Therapie.
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Bei einem neuen Patienten versuchen Ärzte normalerweise, zunächst die körperlichen Ursachen der Beschwerden auszumachen. Erst mit diesem Wissen können sie dann eine Erfolg versprechende Therapie ermitteln, die das Problem an der Wurzel packt. Bei psychischen Störungen hingegen ließen sich bis vor Kurzem keine biologischen Ursachen nachweisen. Folglich galten solche Erkrankungen als rein seelisch bedingt und wurden ausschließlich psychotherapeutisch behandelt.

Heute beginnen jedoch Neurowissenschaft und Genetik die rein psychologischen Vorgehensweisen des letzten Jahrhunderts zu verdrängen. Denn inzwischen sind von vielen psychischen Störungen die biologischen Ursachen bekannt...
Mai 2011

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2011

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