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Gewitter durchlöchern Ozonschicht

Große Gewitterwolken enthalten bis zu mehrere Millionen Tonnen Wasser. Ein Team um James Anderson von der Harvard University hat nun gezeigt, dass sie den Dampf bis in 20 Kilometer Höhe transportieren können – und damit bis in die Ozonschicht hinein. Dabei stützen sich die Wissenschaftler auf Messungen an sommerlichen Gewittern über den USA, die in den zurückliegenden Jahren mit Nasa-Forschungsflugzeugen durchgeführt wurden.

Den Forschern zufolge beschleunigt der Wasserdampf den Abbau der Ozonschicht; denn er fördert die Umwandlung von dreiatomigem Ozon in zweiatomigen Luftsauerstoff unter Beteiligung von Chlor- und Bromverbindungen. Typischerweise enthält die ungestörte Stratosphäre etwa 5 ppm ("parts per million", millionstel Teile) Wasser. Durch Wasserdampfkonvektion in Gewitterwolken könne dieser Wert auf das Drei- bis Vierfache ansteigen, schreiben Anderson und sein Team...

Oktober 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Oktober 2012

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