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Frühgeschichte: Giganten der Eiszeit

Die Tiere unserer Zeit sind nur ein trauriger Rest der weit vielfältigeren Fauna, die vor 130 000 Jahren die Erde bevölkerte. Mammuts, Säbelzahnkatzen und Wollnashörner überlebten das große Artensterben am Ende des letzten Glazials nicht. Es war zwar nicht das erste auf der Erde – bekannter ist das Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Aber das erste, bei dem der Mensch seine Finger im Spiel hatte.
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Wenn es einen Film über die europäische Geschichte der letzten halben Million Jahre gäbe, was bekämen wir zu Gesicht? Von Jahr zu Jahr würde sich nur wenig ändern. Vielleicht sähen wir einen Gletscher oder Berggipfel, auf dem das Eis zu- oder abnimmt, je nachdem, ob es schneit oder taut. Sobald man diesen Film jedoch schnell vorspulen würde, fänden massive Veränderungen statt: Riesige Eisschilde erstrecken sich von der Arktis über den Ozean bis nach Nordeuropa. Die Nordsee und der Kanal trocknen aus, vor der Eisgrenze breitet sich die blaugraue Tundra- und Steppen­vegetation aus, während die grünen Wälder gemäßigter Zonen sich nach Süden zurückziehen. Innerhalb weniger Sekunden kehrt sich das Ganze um: Die Eisschilde ziehen sich zurück, die Wälder wachsen, und wieder trennt der Kanal Großbritannien vom Kontinent. Dieser drastische Wandel vollzog sich in den letzten 500 000 Jahren fünfmal, und selbstverständlich wirkte er sich auf die in Europa beheimatete Flora und Fauna jener Zeit aus.

Die Tiere, die Europa in der letzten halben Million Jahre bewohnten, lassen sich in zwei Gruppen einteilen: wärmeangepasste Arten oder Spezies der gemäßigten Zonen, die während der Interglaziale in ganz Europa lebten und während der Glaziale südlich der Alpen und Pyrenäen überlebten, und kälteangepasste Arten, die in Steppen und Tundren lebten und während der Glazialperioden Europa besiedelten …

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  • Buchauszug
Brian Fagan, Hannah O’Regan et al.: Die Eiszeit. Leben und Überleben im letzten großen Klimawandel, Theiss, Stuttgart 2009, 240 S., € 29,90.