Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Serie: Die Epochen Europas: Gleiches Recht für Alle

Ob Römer oder Gallier, Hispanier oder Syrer – römische Gesetze galten für alle Bewohner des Imperiums. Was Juristen damals entwickelten, prägt Europa noch heute.
Bild
Ein Streit ist niemals angenehm. Endet er gar vor Gericht, weil zum Beispiel erhebliche Sachwerte auf dem Spiel stehen, muss ein Richter entscheiden, welche Partei im Recht ist. Bibliotheken voller Gesetzestexte und Kommentare liefern ihm dazu die Grundlage. Fragen des Privatrechts regelt in Deutschland das Bürgerliche Gesetzbuch, das für vergleichbare Werke in Griechenland, China, Japan und Südkorea Vorbild war. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, ließen sich die Schöpfer des BGB doch von einer Rechtstradition inspirieren, die weit in die Antike zurückreicht.
Bereits in den Stadtstaaten Griechenlands entstanden Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung Grundsätze wie »Man darf für das gleiche Delikt nicht zweimal verurteilt werden«. Sie wurden in Stein gehauen und waren für jedermann verbindlich. Doch erst römische Juristen entwickelten ein so differenziertes und standardisiertes Rechtssystem, dass damit alle Streitfälle noch in den entferntesten Winkeln des Imperiums zu lösen waren. Auf Grund dieser universellen Anwendbarkeit überlebte es den Untergang des Weltreichs und prägte seit dem Mittelalter bis in unsere Zeit mal mehr, mal weniger die europäische Rechtsprechung.

Kennen Sie schon …

Spektrum Kompakt – Das alte Rom - Leben und Gesellschaft in der antiken Metropole

Bis zu eine Million Menschen lebten im alten Rom. Wie sah damals ihr Alltag aus, wie war die Gesellschaft strukturiert? Schließlich stand die antike Metropole vor ähnlichen Herausforderungen wie Megacitys heute - doch unter anderen technischen Voraussetzungen.

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!