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Blick in die Forschung: Kurzberichte: GLOSTAR – auf der Suche nach Gas in der Milchstraße

Mit dem Karl G. Jansky Very Large Array in den USA und mit dem 100-Meter-Radioteleskop bei Effelsberg erforscht das Team des GLOSTAR-Projekts mit den detailreichsten Radiokarten der nördlichen Ebene der Galaxis die Strahlung aus dem Umfeld junger, massereicher Sterne und wirft so ein neues Licht auf ihre Entstehung.

Das Milchstraßensystem besteht nicht nur aus Milliarden von Sternen, sondern enthält auch große Mengen an atomarem, molekularem und ionisiertem Gas, das eine wesentliche Rolle im Lebenszyklus der Sterne spielt. Molekülwolken kollabieren und bilden neue massereiche Sterne, welche das interstellare Medium in ihrer Umgebung ionisieren und HII-Regionen bilden – Gebiete mit Wasserstoff (H), der ionisiert ist. Neutraler Wasserstoff wird mit HI bezeichnet. Am Ende des Lebens dieser massereichen Sterne stehen gewaltige Supernova-Explosionen, durch die ausgedehnte Überreste von ionisiertem Gas entstehen. Alle diese Prozesse können im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums bei Gigahertz-Frequenzen beobachtet werden. Ionisiertes Gas erzeugt breitbandige Strahlung im Radiokontinuum und bei bestimmten Frequenzen Radiorekombinationslinien. Moleküle im interstellaren Medium und insbesondere in Sternentstehungsgebieten lassen sich durch ihre Spektrallinien aufspüren. Daher sind Durchmusterungen der galaktischen Ebene bei Radiofrequenzen, die große Teile der Milchstraße abdecken, ein wertvolles Instrument zur Identifizierung und Untersuchung massereicher Sterne in ihrer Entstehungsphase und nach ihrem Ende als Supernovae.

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