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Goldstandard: Die Einigung der Wirtschaftswelt

Das immer enger werdende Netz der Handelsbeziehungen zwischen den Staaten verlangte im 19. Jahrhundert nach einer gemeinsamen Grundlage für den Austausch von Währungen. Was konnte verlässlicher sein als Gold?

So reich wie Krösus – wer wollte das nicht sein? Das geflügelte Wort beruht vermutlich auf den goldenen Münzen, die dieser antike Herrscher prägen ließ. Sein Königtum Lydien gilt als Vorreiter in Sachen Hartgeld. Leider missdeutete der sonst auch militärisch erfolgreiche Krösus der Sage nach ein Orakel Delphis, attackierte die Perser – und war fortan Geschichte. Die Sieger aber übernahmen die Idee des Münzgelds, die sich im Lauf der Antike allenthalben durchsetzte. Gegenüber dem Tauschhandel bot es enorme Vorteile, ließ sich doch beispiels­weise ein Soldat für geleistete Kriegsdienste mit einigen handlichen Stücken Edelmetall entlohnen, deren Prägung oft seinen Dienstherrn durch einen Schriftzug oder ein Bild kenntlich machte. Der Wert der Münzen entsprach im Mittelalter weitgehend dem des verarbeiteten Metalls, und die kostbarsten bestanden aus Gold. Im 19. Jahrhundert avancierte das sogar zur Grundlage des internationalen Währungshandels, bis das damit verbundene System fester Wechselkurse zum Auslaufmodell wurde …

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 3/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 3/2019

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  • Quellen

De Cecco, M.: The international gold standard. Money and empire. St. Martins’ Press, 1984

Eichengreen, B. (Hg.): The gold standard in theory and history. Routledge, 1997

North, M.: Von Aktie bis Zoll: Ein historisches Lexikon des Geldes. C.H.Beck, 1995

North, M.: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H.Beck, 2009