Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Spektrum der Wissenschaft frei zugänglich.
Schlichting!

Grenzen des Wachstums

Die Tröpfchenverteilung auf beschlagenen Glasscheiben ist immer noch für eine Überraschung gut.

In früheren Zeiten gehörten sie zum Alltag: mit einem feinen Tröpfchenschleier überzogene Fensterscheiben als Folge des Temperaturgefälles zwischen innen und außen. Heute sorgen Isolierglasscheiben und moderne Heizungstechnik für thermisch ausgeglichenere Verhältnisse; nur im Badezimmer ist das Phänomen noch mit schöner Regelmäßigkeit zu beobachten, wenn Wasserdampf aus der heißen Dusche den Spiegel blind werden lässt.

Gleichwohl sind beschlagene Scheiben – genauer: Kondensationsvorgänge an hydrophilen Oberflächen – weiterhin ein Objekt der Forschung und keineswegs nur der Grundlagenwissenschaft. Überraschend fanden Göttinger Forscher jüngst sogar Neues über die Größenverteilung der Tröpfchen heraus.

Widmen wir uns zunächst einer näherliegenden Frage. Warum trotzen die Tröpfchen der Schwerkraft und bleiben an der Scheibe haften? An hydrophilem, "Wasser liebendem" Glas ist zur Bildung einer Grenzschicht zwischen Wasser und Glas weniger Energie nötig als für eine Wasser-Luft-Schicht. Darüber hinaus sind natürliche Systeme gemäß dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik bestrebt, so viel Energie wie möglich an die Umgebung abzugeben. Je größer die Grenzschicht zwischen Wasser und Glas, desto besser gelingt das …

Januar 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2013

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quelle
Blaschke, J. et al.: Breath Figures: Nucleation, Growth, Coalescence, and the Size Distribution of Droplets. In: Physical Review Letters 109, 068701, 2012.