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Gute Frage: Was ist das kollektive Gedächtnis?

Soziale Gruppen teilen Geschichten über die Vergangenheit, die für ihr gegenwärtiges Selbstbild relevant sind. Dieses Repertoire an Erzählungen bildet das kollektive Gedächtnis.
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11. September 2001 – nahezu jeder hat die Bilder der Geschehnisse im Kopf; sie sind Teil unseres kollektiven Gedächtnisses. Doch wie unterscheidet sich eine individuelle Erinnerung von der einer ganzen Gruppe von Menschen?

Anfang des 20. Jahrhunderts verblüffte der französische Soziologe Maurice Halbwachs seine Kollegen mit einer überraschenden These: Eine persönliche Erinnerung im strengen Sinn gebe es gar nicht. Das Umfeld beeinflusse alle Gedächtnisinhalte, und sie seien deshalb "sozial gerahmt", wie er in der ersten Schrift von 1925 zum kollektiven Gedächtnis schreibt. ...

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9/2016

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 9/2016

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  • Weiterführende Literatur

Halbwachs, M.: Les Cadres Sociaux de la Mémoire. Alcan, Paris 1925

Erll, A.: Travelling Memory. In: Parallax 7.4, S. 4-18, 2011

Levy, D., Sznaider, N.: Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011

Erll, A.: Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen. Metzler, 2. Auflage, Stuttgart 2011

Assmann, J.: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. C.H. Beck, 5. Auflage, München 2005

Erll, A.: Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen. Metzler, 2. Auflage, Stuttgart 2011

Halbwachs, M.: La Mémoire Collective. In: Presses universitaires de France, Paris 1950

Markowitsch, H.J., Welzer, H.: Das Autobiographische Gedächtnis: Hirnorganische Grundlagen und Biosoziale Entwicklung. Klett-Cotta, Stuttgart 2005