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Meerwasserentsalzung: Handikap in der Wüste

Immer mehr Länder des Wüstengürtels der Erde gewinnen Frischwasser aus dem Meer, als Lebensmittel, zur Bewässerung von Feldern und – Golfplätzen.
Meist gut gefüllte Talsperren und reichlich Niederschläge lassen uns vergessen, dass frisches Wasser in manchen Weltregio­nen ein knappes Gut darstellt. Zum Internationalen Weltwassertag am 22. März 2008 mahnte die Bundesregierung, dass 1,1 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben, 2,4 Milliarden nicht über ausreichende sanitäre Einrichtungen verfügen. Staaten in den Wüstenzonen der Erde ringen um den Zugang zu Seen und Flüssen, fördern zudem so genanntes »fossiles Wasser«, das in feuchteren Klimaphasen im Untergrund gespeichert wurde und in einigen Jahrzehnten verbraucht sein dürfte.

Küstenstaaten haben eine Option, die mehr und mehr an Bedeutung gewinnt: die Meerwasserentsalzung. Derzeit werden etwa 35 Milliarden Liter Trinkwasser pro Tag so gewonnen. Die meisten der etwa 10 000 Anlagen arbeiten im Mittleren Osten und in der Karibik. Trinkwasserknappheit einerseits, preiswertere Entsalzungstechniken andererseits lassen das Interesse aber weltweit wachsen; der amerikanische Bundesstaat Kalifornien plant beispielsweise etwa zwanzig neue Anlagen.

In einem Liter Meerwasser sind im Durchschnitt 35 Gramm Salze gelöst, Trinkwasser sollte aber nicht mehr als 0,5 Gramm pro Liter enthalten. Mehr als die Hälfte der Anlagen...
Mai 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2008

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