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Sport: Hanteln für den Weitsprung



Mancher Jogger versucht, den Trainingseffekt durch Gewichte an den Händen zu steigern. Eine Erfindung unserer Zeit? Mitnichten, denn Hanteln gehörten schon zum Sportgerät im antiken Griechenland. Allerdings dienten sie dort nicht zur Verbesserung des Trainings, sondern zur Leistungssteigerung im Wettkampf selbst. Zu diesem Schluss kommen Alberto E. Minetti und Luca P. Ardigó von der Universität Manchester (England). Nach ihren Berechnungen schaffte ein griechischer Fünfkämpfer, der beim beidfüßigen Weitsprung aus dem Stand etwa drei Meter erreichte, mit Hanteln und der richtigen Technik ganze 17 Zentimeter mehr. Diese Steigerung führen die Forscher auf zwei Effekte zurück: Die beim Absprung nach vorn geschwungenen Gewichte verleihen dem Athleten einen zusätzlichen Impuls; werden sie während des Flugs nach hinten bewegt, verlagert sich zudem der Schwerpunkt des Körpers, wodurch sich der Sprungbogen um einige Zentimeter streckt. Doch das Gewicht der Hantel muss stimmen; mit zu großen Lasten verkürzt sich der Sprung wieder. Bei Versuchen mit Freiwilligen und Computersimulationen erwiesen sich drei Kilogramm in jeder Hand als ideal. Antike Sportler kannten offenbar schon 700 vor Christi Geburt das optimale Gewicht: Hanteln aus der damaligen Zeit wiegen zwischen 1,1 und 4,5 Kilogramm. (Nature, 14.11.2002, S. 141)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 1 / 2003, Seite 36
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
1 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 1 / 2003

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