Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Blick in die Forschung: Kurzberichte: HD 186302 – ein Geschwister für die Sonne

Astronomen jagen nach Sonnengeschwistern: Sternen, die derselben Molekülwolke entstammen wie unser Zentralgestirn. Nun haben sie einen neuen Kandidaten gefunden.
SonneLaden...

Die Geschichte einer stellaren Geburt ist eigentlich recht schnell erzählt: Eine Gas- und Molekülwolke kollabiert unter dem Einfluss ihrer eigenen Schwerkraft, und im Zentrum entsteht dabei ein Stern. Vor 4,57 Milliarden Jahren war genau dies bei unserer Sonne der Fall.

Aber die ganze Geschichte ist das eben nicht. Denn die Sonne entstammt einer Sternentstehungsregion, einer großen Gas- und Molekülwolke, zusammen mit vielen weiteren anderen Sternen. Fünfhundert bis tausend Sonnenmassen an Materie waren dort dabei, zu Sternen zu kollabieren. Währenddessen explodierte eine Supernova – darauf liefern die Überbleibsel bestimmter radioaktiver Isotope Hinweise. Ebenfalls in diesem Zeitraum kam ein Stern unserem Sonnensystem recht nahe, und stattete ihm gewissermaßen einen Besuch ab. Darauf deuten zumindest die Umlaufbahnen einiger Objekte im äußeren Sonnensystem hin. Und mit der Zeit wurde aus der stellaren Kinderstube, die heutigen Sternentstehungsregionen wie Orion A und Orion B im berühmten Orionnebel nicht unähnlich war, allmählich ein offener Sternhaufen. Von diesen gibt es auch derzeit noch mehr als tausend Exemplare im Milchstraßensystem – prominentes Beispiel: die Plejaden ...

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Literaturhinweise

Adibekyan, V. et al.: The AMBRE Project: ­Searching for the Closest Solar Siblings. In: As­tronomy & Astrophysics 619, A130, 2018