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Zum Nachdenken: Helios und der Staubring bei Venus

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass entlang der Umlaufbahn der Erde um die Sonne ein Staubring existiert. Er wurde in den Daten der Satelliten Iras und Cobe als erhöhte Helligkeit des Zodiakallichts festgestellt. Das Zodiakallicht rührt von Staubteilchen im Sonnensystem her, die das Sonnenlicht reflektieren.

Diese Teilchen besitzen Größen von etwa einem bis hundert Mikrometern und spiralen langsam in Richtung Sonne. Der Vorgang lässt sich durch den Poynting-Robertson-Effekt beschreiben. Schließlich verschwinden die Staubteilchen in der Sonne. Dieser Drift benötigt astronomisch gesehen nur eine kurze Zeit, woraus sich schließen lässt, dass die Staubpartikel im Planetensystem ständig nachgeliefert werden müssen. Als Quelle bietet sich der Asteroidengürtel an, in dem bei Zusammenstößen ständig neue Teilchen freigesetzt werden. Diese werden beim Passieren der Erdbahn durch die Gravitation der Erde dahingehend gestört, dass sie länger in Erdbahnnähe verweilen – daraus resultiert eine erhöhte Staubdichte.

Auf Seite 20 f. im Heft ist nachzulesen, dass nun auch bei der Venus ein solcher Staubring gefunden wurde. Welche Ausdehnung hat der Staubring bei Venus?
Januar 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum Januar 2008

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