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Galaxien: Hell wie tausend Galaxien

Sie sind kaum größer als unser Sonnensystem, doch strahlen sie heller als ganze Galaxien. Ihre Leuchtkraft gewinnen Quasare aus energiereichen Prozessen rund um supermassereiche Schwarze Löcher.
Hell wie tausend Galaxien
Dezember 1962: Als Maarten Schmidt sein Teleskop auf einen schwach leuchtenden, bläulichen Lichtpunkt richtet, ahnt er nicht, dass er eine der wichtigsten astronomischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts machen würde. Anhand seiner Messdaten stellt der niederländische Astronom bald fest, dass er ein ganz besonderes Gestirn im Visier hatte. Zwei Milliarden Lichtjahre entfernt strahlt es so hell wie tausend Galaxien, ist aber nur ein millionstel Mal so groß wie eine von ihnen.

Schmidts Fund, der ihm vom nahe bei San Diego gelegenen Observatorium auf dem Mount Palomar aus gelungen war, erwies sich nicht als Einzelfall: Bald fand man Hunderte ähnlicher Himmelskörper. Mittlerweile kennt man über hunderttausend Objekte dieser Familie, darunter sogar solche, die älter sind als 13 Milliarden Jahre und von der Zeit nach dem Urknall zeugen, als sich gerade erste Strukturen im Universum bildeten.

Zu Schmidts Zeit wusste allerdings niemand, mit welchem Phänomen man es zu tun hatte. So wurden die außergewöhnlichen Himmelserscheinungen zunächst einmal als quasistellare Radioquellen bezeichnet, ein Begriff, der bald zu Quasare verkürzt wurde. Doch viele Fragen blieben offen, darunter die wichtigste: Wie kann eine so große Strahlungsleistung in einem so geringen Raumvolumen erzeugt werden? Ganz offensichtlich...

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Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum - Die Woche – Gibt es Gott, Heino Falcke?

Gibt es Gott? Der Astrophysiker Heino Falcke sagt ja – und erklärt im Interview, warum Naturgesetze für ihn »Schöpfungsworte« sind. Außerdem: Vogelgrippe bei Katzen, die erste namentlich bekannte Autorin der Weltgeschichte und die Suche nach dem Wrack von MH370. Das und mehr in »Die Woche«.

Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?

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