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Hinter den Schlagzeilen: Mann : Frau = ?

Sind Männer in einer Gesellschaft rar, setzen Frauen mehr auf Karriere als auf Kinder. Bei Frauenmangel hingegen greifen Männer bereitwilliger ins Portmonee – und werden eher gewalttätig. Forscher ergünden solche und andere Folgen ungleicher Geschlechterverteilung.
Geschlechter

In den Vereinigten Arabischen Emiraten trifft man eher selten auf Frauen. Statis­tisch gesehen sind mehr als zwei von drei Einwohnern männlich, in der Altersgruppe zwischen Mitte 20 und Mitte 50 sind es ­sogar drei von vier. Das liegt daran, dass die Ölindustrie des Landes viele männliche Arbeits­migranten beschäftigt. Wenn man psychologi­schen Studien glauben darf, ist das für die Eman­zipa­tion eher ungüns­tig: Der Männerüberschuss schmälert offenbar die Aussichten von Frauen, einen gut bezahlten, verantwortungsvollen Job zu finden.
Unter Demografen ist die Geschlechterverteilung (englisch: sex ratio) ein bekanntes Maß. Sie ergibt sich aus der Gesamtzahl der Männer geteilt durch die der Frauen. Schon unter Neugeborenen besteht hier ein leichtes Ungleichgewicht: In Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa beträgt der Quotient rund 1,05 – wie in weiten Teilen der westlichen Welt. Es kommen also ­etwas mehr Jungen als Mädchen zur Welt. Über die Gründe streiten Biologen bis heute ...

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  • Quellen

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