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Neurowissenschaft: Hirnforschung und Lernpraxis

Gerhard Roth hat faszinierende Erkenntnisse mitzuteilen. Aber für die Schule geben sie bislang nichts Neues her.

Der Untertitel "Wie Lernen gelingt" ist etwas voreilig. Den Lehrenden gibt der renommierte Hirnforscher Gerhard Roth keine neuen Hilfen für ihre Arbeit an die Hand, räumt ihnen aber immerhin einen Platz an einem Diskussionstisch ein, an dem neben ihnen und seiner eigenen Profession auch die Hochschulpädagogen sitzen sollen.

Roth beginnt mit einer Klage über die heutigen Situation, nicht ohne Seitenhiebe auf die drei Träger des Bildungssystems: die Bildungspolitiker (fremdbestimmt, aktionistisch), die Hochschulpädagogen (praxisabstinent), denen er nicht verziehen hat, dass er ihnen während seines eigenen geisteswissenschaftlichen Studiums ausgeliefert war, und das große Heer der Lehrer, die sich im Unterricht "mehr oder weniger redlich abmühen".

Schon richtig – die meisten Lehrer empfinden sowohl die pädagogische Hochschul- als auch die Referendarausbildung als nutzlos für ihren Berufsalltag. Aber was stattdessen jeder von ihnen für sich zu tun pflege, nämlich mit einem eigenen Konzept fürs Unterrichten "das Rad neu" zu erfinden und danach sein Klassenzimmer weit gehend vor Blicken anderer abzuschotten, sei ebenso verfehlt...

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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