Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Hirnforschung ı Cocktailparty-Effekt: Hören am Limit

Wenn bei einem Fest alle Gäste durcheinanderreden, arbeitet unser Denkorgan auf Hochtouren. Mit einer Reihe von Tricks sorgt es dafür, dass wir uns auf einzelne Stimmen im akustischen Tohuwabohu konzentrieren können. Ein Forscherteam um den Neurophysiologen Holger Schulze entdeckte einen wichtigen Mechanismus, der dafür mitverantwortlich ist.
Hören am Limit
Die Vernissage ist ein voller Erfolg: Schnell füllt sich die Galerie mit Kunstinteressierten. Kleine Gruppen von Menschen fachsimpeln über die Exponate oder halten Smalltalk. Zwischen den Besuchern schlängeln sich Studentinnen mit Tabletts voller Häppchen durch. Hier lässt sich jemand über die Ausstellung aus, dort berichtet ein anderer von seiner letzten Reise. Der Raum ist erfüllt von Stimmengemurmel, Gesprächsfetzen, klappernden Schuhen und klirrenden Gläsern. Und doch dreht die junge Frau, die mit ihrer Freundin plaudernd durch die Ausstellung geht, sofort den Kopf, als einer ihrer Bekannten ihren Namen ruft. Wenig später ist sie auch schon in ein neues Gespräch vertieft – gerade so, als sei der Klangteppich im Hintergrund für sie gar nicht existent.
Nichts Besonderes, meinen Sie? Das kenne doch jeder – sei es vom Betriebsjubiläum des Kollegen letztens oder dem Sektempfang nach der Trauung der besten Freundin? Stimmt! Doch auch wenn es uns nicht bewusst ist, vollbringt unser Gehirn bei Empfängen, Partys oder bei einem Gespräch im voll besetzten Restaurant eine wahre Meisterleistung: Es filtert die jeweils relevanten Informationen aus dem allgemeinen Geplapper heraus.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!