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Werkstoffe: Holz, sauer eingelegt



Feuchte lässt Holz quellen und fördert Pilzbefall. Als Gegenmittel wird der Werkstoff seit kurzem bei Temperaturen über 180 Grad Celsius für mehrere Stunden "gebacken". Allerdings wird das Holz dunkler, und die Festigkeit lässt nach. Hitzevergütetes Holz bietet sich deshalb vor allem für Fenster, Gartenmöbel und Fassadenverkleidungen an.

Als zusätzliche Option untersucht das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut, WKI) die Möglichkeiten der Acetylierung. Bei dieser Methode werden Hölzer von Pappel oder bestimmten Kiefernarten mit Essigsäureanhydrit imprägniert. Die Chemikalie reagiert mit Hydroxylgruppen (-OH) des Werkstoffs zu Acetylgruppen (-CO-CH3) und spaltet dabei Essigsäure ab. Der Vorteil: die sehr großen Acetylgruppen halten das Material dauerhaft gequollen, sodass es auf Feuchte kaum noch reagieren kann. Das Verfahren ändert die Farbe wenig, die Festigkeiten werden teilweise sogar verbessert. Ab 2002 soll ein entsprechendes Werk jährlich 50000 Kubikmeter Holz verarbeiten.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 5 / 2001, Seite 87
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
5 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 5 / 2001

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