Direkt zum Inhalt

Klassische Philologie: Homer gehört nicht nur den Humanisten

Wer "Ilias" und "Odyssee" auf den Ursprung abendländischen Gedankenguts reduziert, erfasst die archaische und bildhafte Sprache Homers nur unvollkommen.

Thomas Szlezák, emeritierter Professor für Klassische Philologie in Tübingen, ist ein exzellenter Homer-Kenner. In seinem neuen Buch bietet er vielfältige und aufschlussreiche Einblicke in die philologische Forschung, die sich mit den klassischen altgriechischen Großepen "Ilias" und "Odyssee" befasst.

Man muss allerdings beachten, dass Szlezák zu seinem Thema recht konservative Ansichten vertritt. So geht er von der Überzeugung aus, dass das Abendland die bisher höchste geistige Entwicklungsstufe der Menschheitsgeschichte erreicht habe, und versteht Homer als einen Schöpfer und Vermittler dieser abendländischen Werte: etwa der individuellen Persönlichkeit, der geistigen Freiheit und der aufgeklärten Vernünftigkeit. ...

September 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2013

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!