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Anthropologie: Homo sapiens kam früher nach Europa

Laut bisherigen Fossiliendatierungen wanderte der moderne Mensch vor etwa 40 000 Jahren, zu Beginn der jüngeren Altsteinzeit, nach Europa ein. Neue Untersuchungen zeigen nun, dass Homo sapiens schon einige Jahrtausende früher in Süd- und Westeuropa eintraf und sich zudem rasch auf dem ganzen Kontinent ausbreitete.

1964 hatten Archäologen Überreste von Muscheln, Steinwerkzeugen und zwei Milchzähnen in der süditalienischen Grotta del Cavallo entdeckt und der Uluzzien-Kultur des Neandertalers zugeordnet. Nun erstellten Forscher um Stefano Benazzi von der Universität Wien 3-D-Computermodelle der Zähne, basierend auf Schnittbildverfahren. Anschließend analysierten sie verschiedene Merkmale, etwa die Dicke des Zahnschmelzes und den Umriss der Krone, und schlossen daraus, dass die Überreste von modernen Menschen stammen und nicht von Neandertalern...

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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