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Homosexualität: ein komplexes Phänomen

Selbst wenn es tatsächlich genetische und neuroanatomische Korrelate zur sexuellen Orientierung geben sollte, sind damit ursächliche Zusammenhänge nicht erwiesen. Neuere Befunde dazu sind einseitig gedeutet und überinterpretiert worden. Vor allem ist dieser Ansatz sozial irrelevant.

In den Vereinigten Staaten macht momentan das Thema Schlagzeilen, ob die sexuelle Orientierung biologisch bedingt sei. Menschenrechtsaktivisten, religiöse Organisationen und die drei Regierungsgewalten setzen sich damit nun verstärkt auseinander.

Verhaltenswissenschaftler halten die Debatte in dieser Form allerdings für passé. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus ist das Problem nämlich nicht, ob Biologie bei Homosexualität im Spiel sei; vielmehr geht es eigentlich darum, in welcher Weise sie dabei mitwirkt. Schließlich haben alle psychischen Phänomene letztlich immer auch einen biologischen Hintergrund.

Aber sogar in einem den Fakten besser angemessenen Rahmen würde die Diskussion in die falsche Richtung führen. Denn bei genauerem Hinsehen erweisen sich die meisten Argumente, mit denen man einen Bogen von der Biologie über die Geschlechtsorientierung zur Sozialpolitik zu schlagen sucht, als gar nicht stichhaltig.

Politisch gesehen wäre es unmenschlich, wenn eine Gesellschaft bestimmte Minderheiten tolerierte, weil ihre unkonventionelle Eigenschaft angeboren oder sonstwie unveränderlich ist, andere Randgruppen und Außenseiter, die ein solches Kriterium nicht erfüllen, aber nicht. Selbst wenn sich jedes Individuum für oder gegen Homosexualität frei entscheiden könnte, würden doch wohl die Grundrechte des Menschen und seine Vielfalt abgewertet, sowie man versuchte, das Phänomen mit sozialen oder rechtlichen Sanktionen zu ersticken.

Ohnehin ist es falsch zu denken, bei Homosexualität gäbe es nur die Alternativen, daß sie entweder angeboren – und damit unveränderlich – oder willentlich gewählt sei. Daß Anlage und Umwelteinflüsse in vielfältiger Weise ineinandergreifen, läßt sich gut – sine ira et studio – an Beispielen aus der Tierwelt verdeutlichen.

Zum Beispiel lernen amerikanische Dachsammern ihren Gesang während einer begrenzten Phase in der Jugend. Die meisten Männchen prägen sich dabei das arteigene Muster ein, selbst wenn sie gleichzeitig noch Gesänge von anderen Vogelarten zu hören bekommen – manche hingegen nicht. Ist die kritische Phase des Lernens vorbei, bleibt die Ammer bei dem einmal erworbenen Gesangstyp, vergißt ihn nicht wieder und lernt auch nichts Neues mehr hinzu. Sicherlich ist die sexuelle Orientierung keine Sache der Nachahmung; aber es könnte doch sein, daß auch beim Menschen ein früh angenommenes Verhalten nicht mehr veränderbar ist.

Zudem sind die Indizien selbst, die für eine angeborene Grundlage von Homosexualität sprechen sollen, bislang nicht überzeugend. Die genetischen Untersuchungen leiden – wie andere Unterfangen, die Erblichkeit psychischer Komponenten zu klären – daran, daß das Geflecht von Anlage und Umwelt nun einmal verworren ist. Einschlägige Gehirnanalysen wiederum basieren auf unsicheren Hypothesen über Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Außerdem lassen sich die biologischen Mechanismen, die männliche Homosexualität erklären sollen, vielfach nicht auf lesbische Frauen übertragen; diese blieben in solchen Studien überhaupt weitgehend unberücksichtigt. Und generell ist festzustellen, daß die meisten biologischen Variablen sich in allen Übergängen und Abstufungen ausprägen; merkwürdig sollte schließlich deswegen scheinen, wie wenige Bisexuelle es den meisten Umfragen zufolge nur gibt.


Zielprogrammierung?

Um zu verstehen, wie biologische Faktoren die sexuelle Orientierung beeinflussen, muß man zunächst diese Eigenschaft definieren. Viele Wissenschaftler – vor allem auch Simon LeVay, Koautor des voranstehenden Artikels – tun, als handele es sich um ein geschlechtsdimorphes Merkmal, das mithin in zwei Ausprägungen auftrete: Demnach sind Männer im allgemeinen sozusagen auf Frauen programmiert und Frauen auf Männer; homosexuelle Männer wären, so die Vorstellung, auf die weibliche Weise programmiert, lesbische Frauen auf die männliche.

Einige Forscher meinen zudem, diese Programmierung vollzögen biologische Faktoren, und das geschehe vielleicht schon vor der Geburt; nach anderer Ansicht laufen die Prozesse nach der Geburt ab, in Reaktion auf soziale Einflüsse und persönliche Erlebnisse. Weil Hirnfunktionen zweifellos an neurale Strukturen und physiologische Mechanismen gekoppelt sind, folgt nach dieser Auffassung, daß die Gehirne Homosexueller einige typische Charakteristika des anderen Geschlechts aufweisen müßten.

Die Gültigkeit dieses Konzepts eines intersexuellen Erscheinungsbildes, gewissermaßen eines teilweisen Hinüberwechselns zum anderen Geschlecht, ist fragwürdig. Zunächst einmal hat die sexuelle Orientierung nicht lediglich zwei Varianten, sondern viele. Selbst bei Personen desselben Geschlechts und gleichartiger Neigung sind die bewußten und unbewußten Beweggründe dafür, daß sich ein bestimmtes sexuelles Interesse entwickelt, sehr mannigfaltig. Unterschiedlichste Erfahrungen (und deren subjektive Deutungen) können zusammenwirken, wenn an sich unverwechselbare Individuen sich doch in etwa gleichem Grade zu Männern beziehungsweise zu Frauen hingezogen fühlen.

Männer erotisch attraktiv zu finden, mag beim einzelnen mithin verschieden begründet sein; es besteht keinerlei Notwendigkeit anzunehmen, daß alle Menschen mit dieser Neigung sich in irgendeiner spezifischen Hirnstruktur gleichen.

Vielleicht enthüllt das Bild von den angeblich feminisierten homosexuellen Männern und den maskulinisierten Lesbierinnen mehr über unsere Kultur als über die Biologie erotischer Ansprechbarkeit. In griechischen Mythen etwa sah man nicht homo-, sondern heterosexuelles Verlangen als Ausdruck einer intersexuellen Herkunft: Wer sein eigenes Geschlecht mehr liebte als das andere, galt als besonders männlich beziehungsweise weiblich; wer sich aber mit dem anderen Geschlecht verband, vereinte in sich männliche wie weibliche Züge. Die Kultur der klassischen Antike pries die homosexuellen Bravourstücke archetypischer maskuliner Heroen wie Zeus und Herkules oder vergöttlichter Imperatoren wie Julius Cäsar. Vor zehn Jahren noch – bis Missionare dem Einhalt geboten – hatten bei den Sambia auf Neuguinea Jungen Liebesbeziehungen mit Männern, die sie oral befriedigten, und niemand hätte ihr Verhalten als feminin angesehen. Vielmehr glaubte man, ein Junge müsse Sperma schlucken, um stark und zeugungsfähig zu werden.


Parallelen zu Tiermodellen?

Ein anderer Einwand liegt näher: Bisher ist nicht wirklich bewiesen, daß die Merkmale im Gehirn, von denen Homosexuelle angeblich die Version des anderen Geschlechts haben, überhaupt bei Männern und Frauen verschieden sind. Zwar gab es in den letzten hundert Jahren immer wieder Berichte von solchen Unterschieden, aber nur einer ließ sich bisher eindeutig bestätigen: Die Hirngröße variiert mit der Körpergröße, und Männer haben deshalb im Durchschnitt ein wenig größere Gehirne als Frauen.

Dies steht im krassen Gegensatz zu den Befunden an Tieren. Bei ihnen hat man etliche geschlechtsspezifische Gehirnstrukturen beschrieben und auch neuerlich wiederholt bestätigt (Bild 1).

Falls es im Gehirn tatsächlich für die sexuelle Orientierung spezifische Verschaltungen oder Programmierungen gibt, müßte man überlegen, wodurch sie zustande kommen. Theoretisch gäbe es drei Möglichkeiten. Nach dem Modell eines direkten biologischen Kausalzusammenhangs würden Gene, Hormone oder andere Faktoren auf das sich entwickelnde Gehirn einwirken und die spezifischen Strukturen anlegen, wahrscheinlich schon vor der Geburt. Der Gegensatz wäre das Modell sozialen Lernens, wonach das biologische Erbteil lediglich leere neurale Schaltkreise bereitstellt, welche die Erfahrung erst mit Inhalt füllt. Das dritte wäre das Modell eines indirekten biologischen Einflusses: daß die biologischen Faktoren die Hirnstrukturen zwar noch nicht festlegen, aber deren weiterer Ausbildung eine bestimmte Richtung bahnen, indem sie für bestimmte Persönlichkeitszüge prädisponieren; infolgedessen sollte ein Mensch dazu passende Beziehungen eingehen und Erfahrungen machen, die dann ihrerseits die Sexualität formen.

In den letzten Jahrzehnten suchte man besonders nach einem direkten Einfluß von Hormonen. Anfangs hatte man vermutet, daß die Androgen- und Östrogen-Spiegel des Erwachsenen (also die Konzentration der männlichen beziehungsweise weiblichen Sexualhormone) die Art des Geschlechtsinteresses bestimmen würden, doch ließ sich dies nicht bestätigen. Heute ist die Vorstellung, daß Hormoneinflüsse schon vor der Geburt die Gehirnstrukturen festlegen.

Nach dieser Hypothese verursachen hohe Androgenspiegel in einer bestimmten Entwicklungsphase, daß später die Männer hetero- und bei Frauen homosexuell werden. Umgekehrt sollen niedrige Androgenspiegel in dieser kritischen Zeit männliche Homo- und weibliche Heterosexualität bedingen. Die Annahme stützt sich hauptsächlich auf Experimente an Nagetieren, wonach eine frühe Hormonexposition den Grad männlichen und weiblichen Paarungsverhaltens vorgibt. In einer frühen Phase mit Androgenen behandelte Weibchen neigen stärker als sonst dazu, wie ein normales Männchen auf andere Tiere der Art aufzureiten; Männchen dagegen, die zu dieser Zeit kastriert wurden, benehmen sich wie Weibchen, wenn ein Artgenosse sie besteigt, das heißt sie präsentieren ihm das Hinterteil.

Diese Haltung, die sogenannte Lordose (was eigentlich ein Hohlkreuz bezeichnet), gilt oft als Indiz für Homosexualität, wenn eine kastrierte männliche Ratte, die von einer anderen bestiegen wird, sie zeigt (wie umgekehrt auch das Aufreiten eines Weibchens auf ein anderes; siehe Kasten auf dieser Seite). Sie ist aber kaum mehr als ein Reflex: Das Männchen nimmt sie gleichermaßen ein, wenn man ihm nur kräftig über den Rücken streicht. Hingegen klassifiziert man ein Männchen, das ein anderes besteigt, durchaus als heterosexuell und ebenfalls ein Weibchen, das dem Aufreiten eines anderen mit Lordose begegnet. Würde man das menschliche Verhalten nach derselben Logik sortieren, folgte daraus, daß von den gleichgeschlechtlichen Partnern beim Sexualverkehr je nach Position nur der eine homosexuell wäre – und bei einer anderen Begegnung vielleicht der andere.

Der frühe Hormonstoß bestimmt nun bei Nagern nicht nur das spätere Paarungsverhalten, sondern auch, ob das Gehirn den normalen ovariellen Zyklus steuern kann. Das Gehirn eines Bockes vermag nicht auf Östrogen mit einer Kaskade sich aufschaukelnder physiologischer Reaktionen (einer positiven Rückkopplung) zu reagieren, die im plötzlichen Anstieg von luteinisierendem Hormon in der Blutbahn und in der Ovulation gipfelt. Einige Forscher vermuten eine Parallele bei homosexuellen Männern: Weil – wie sie voraussetzen – deren Gehirn nicht ausreichend vermännlicht sei, könnte sich eine stärkere positive Rückkopplung dieser Art entwickeln als bei heterosexuellen Männern.

Zwei Arbeitsgruppen meinen dies auch nachgewiesen zu haben, aber andere haben es in sorgfältig geplanten und durchgeführten Studien widerlegt, vornehmlich Luis J.G. Gooren von der Freien Universität Amsterdam und seine Mitarbeiter. Ohnehin scheint nach neueren Erkenntnissen der neurale Rückkopplungsmechanismus für die sexuelle Orientierung des Menschen irrelevant, denn offenbar ist er bei Primaten einschließlich des Menschen nicht sexualdimorph. (Männliche Hormone scheinen im Gehirn von Männern in Östrogene umgewandelt und erst in dieser Form wirksam zu werden.) Wenn aber der Wirkungskreis im Gehirn sich bei Männern und Frauen nicht unterscheiden läßt, kann er logischerweise bei homosexuellen Männern auch nicht feminisiert sein.

Der Umkehrschluß der These von dieser Art Feminisierung wäre, für lesbi-sche Frauen eine Maskulinisierung der Hormonreaktionen anzunehmen. Diese Frauen würden aber weder menstruieren noch Kinder gebären. Tatsächlich hat die weit überwiegende Mehrheit der Lesbierinnen einen normalen Zyklus, und immer mehr Mütter bekennen sich offen zu ihrer Homosexualität.

Sofern Hormonstöße für den Feten hochgradig prägend wären, müßten auch sehr viele Männer homosexuell sein, bei denen medizinische Probleme auftreten, die bekanntermaßen mit einem Androgendefizit in der kritischen Entwicklungsphase vor der Geburt einhergehen. Das gleiche müßte für Frauen gelten, die vor ihrer Geburt übermäßig viel männlichen Hormonen ausgesetzt waren. Beides trifft nicht zu.

Weil Androgene die Entwicklung der äußeren männlichen Genitalien veranlassen, sind sie bei betroffenen Neugeborenen manchmal nicht normal ausgebildet. Jungen haben dann mehr oder weniger weibliche Geschlechtsorgane und umgekehrt Mädchen nach einem Androgenstoß männliche. Oft werden dann operativ normal aussehende Genitalien hergestellt; ob das Kind als Junge oder als Mädchen aufgezogen wird, richtet sich nicht unbedingt nach seinem genetischen Geschlecht, sondern mitunter allein nach den anatomischen Voraussetzungen für die chirurgische Korrektur.

Wie spätere Untersuchungen ergaben, sind die meisten dieser Menschen heterosexuell und fühlen sich dem Geschlecht zugehörig, das die Umwelt ihnen zuspricht – vorausgesetzt, der Eingriff erfolgte in den ersten drei Lebensjahren. Weder das genetische Geschlecht noch die vorgeburtlichen Hormonstörungen scheinen so wesentlich zu sein wie das soziale Umfeld.

Allerdings gibt es einige Studien, wonach Frauen, die als Fetus Androgenen exponiert waren, vermehrt homosexuelle Phantasien oder Verhaltensweisen haben. In Analogie zu der normalen direkten Wirkung dieser Hormone wird der Befund als Hinweis genommen, daß sie im Gehirn eine Neigung zu Frauen vorprägten. Die Neurobiologin und Feministin Ruth H. Bleier von der Universität von Wisconsin in Madison bietet indes eine andere Interpretation an: Die betroffenen Frauen würden sich viel damit auseinandersetzen, daß sie mit sozusagen mangelhaften und vermännlichten Genitalien zur Welt gekommen sind und – wenn sie die Zusammenhänge kennen – daß sie als Fetus ungewöhnlich viel männlichem Hormon ausgesetzt waren. "Die Geschlechtsidentität dürfte etwas sehr Zerbrechliches und Willkürliches sein", meint die Forscherin, "wenn sie von plastischer Chirurgie abhängt."


Umstrittene Gehirnkerne

Stephen Jay Gould von der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) hat beschrieben, wie die Suche nach Unterschieden im Gehirn zwischen den Geschlechtern oder anderen sozialen Klassen sich im letzten Jahrhundert weitgehend selbst diskreditierte, weil manche Anatomen sich dazu verstiegen, mit Schädelvermessungen damalige gesellschaftliche Vorstellungen zum Beispiel über den sozialen Rang oder über Randgruppen untermauern zu wollen. Erst in den späten siebziger Jahren dieses Jahrhunderts lebte diese Forschung wieder auf: Roger A. Gorski an der Universität von Kalifornien in Los Angeles und seine Mitarbeiter entdeckten damals bei Ratten im präoptischen Part des Hypothalamus (der an der Hirnbasis liegt) eine Zellgruppe, die bei Männchen viel größer ist als bei Weibchen. Sie nannten diesen Kern SDN-POA (sexuell dimorphen Nucleus des präoptischen Areals; Bild 1). Die präoptische Region galt schon länger als wichtiges Gebiet für die Steuerung des Sexualverhaltens.

Wie sich herausstellte, hängt die Größe des Kerns von dem Androgen-Milieu in der frühen Entwicklung ab (wie auch die Geschlechtsunterschiede im Paarungsverhalten und die Mechanismen der Regulation durch das Luteinisierungshormon). Ruth Bleier und ich untersuchten kurz darauf den Hypothalamus verschiedener Nagetierarten und fanden noch mehr geschlechtsspezifisch ausgebildete hypothalamische Kerne.

Inzwischen forschen drei Arbeitsgruppen nach vergleichbaren Unterschieden im menschlichen Gehirn. Gorskis Mitarbeiterin Laura S. Allen hat vier Strukturen identifiziert, die als Homolog für den SDN-POA der Ratte in Frage kommen: INAH1 bis 4 (interstitielle Nuclei des anterioren – vorderen – Hypothalamus). Bei der Vermessung der Kerne kamen verschiedene Teams jedoch zu widersprüchlichen Ergebnissen (Bild 2). Die Gruppe um Dick F. Swaab am Niederländischen Institut für Hirnforschung in Amsterdam fand bei Männern einen größeren INAH1 als bei Frauen. Laura Allen konnte an diesem Nucleus keinen systematischen Größenunterschied ausmachen, wohl aber an INAH2 und 3 – beide sind demnach bei Männern größer. Und nach den noch neueren Befunden von LeVay gibt es keine geschlechtsabhängigen Differenzen bei INAH1 und INAH2, allerdings, wie nach den Messungen von Laura Allen, einen größeren INAH3 bei Männern. LeVay ermittelte außerdem, daß eben dieser Kern bei homosexuellen Männern in der Regel kleiner ist als bei heterosexuellen – geradeso wie bei Frauen. (Der Neurologe Clifford Saper von der Harvard-Universität und ich sind gerade dabei, diese Kerne noch einmal zu vermessen; noch haben wir kein klares Ergebnis.)

Weithin interpretierte man die Daten LeVays als starken Hinweis darauf, daß biologische Faktoren das Gehirn direkt für die sexuelle Orientierung verschalten. Dagegen lassen sich verschiedene Einwände anführen.

Zunächst einmal ist die Untersuchung bisher nicht wiederholt worden, und erfahrungsgemäß kann man solche neuroanatomischen Befunde am Menschen oft nicht reproduzieren. Auch die von LeVay angewandte Methode hat schon irreführende Resultate gezeitigt.

So hat Manfred Gahr, der jetzt am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen arbeitet, mit einer ähnlichen Zellfärbetechnik, wie LeVay sie anwandte, Gehirnschnitte von Kanarienvögeln untersucht; demnach schien ein Kern, der für den Gesang wichtig ist, seine Größe mit der Jahreszeit zu ändern. Mit zwei spezifischeren Färbemethoden zeigte sich dann aber, daß die Größe gleich bleibt. Gahr vermutet, daß der Befund bei der weniger spezifischen Markierung durch jahreszeitliche Hormonschwankungen zustande kam, welche die Zelleigenschaften in diesem Kern verändern, so daß die Nervenzellen anders auf die Färbung ansprachen.

Ein zweiter bedenklicher Umstand ist, daß alle homosexuellen Männer, deren Gehirne LeVay in seiner Publikation untersucht hat, an den Folgen von AIDS gestorben waren. Damit, daß er einige wenige Gehirne von AIDS-kranken heterosexuellen Männern einbezog, wird er noch nicht genügend der Tatsache gerecht, daß nahezu alle männlichen AIDS-Opfer kurz vor dem Tode einen erniedrigten Testosteronspiegel haben; dies kann an der Krankheit selbst liegen oder auch an stark wirkenden Medikamenten. (Nachträglich hat LeVay bislang nur das Gehirn eines homosexuellen Mannes, der nicht AIDS hatte, untersucht.)

Man kann also nicht ausschließen, daß die Größenunterschiede des INAH3, die LeVay der sexuellen Orientierung zuordnet, an sich von krankheitsbedingt abweichenden Hormonspiegeln herrührten. Eine Untersuchung von Deborah Commins und Pauline I. Yahr von der Universität von Kalifornien in Irvine könnte dafür sprechen. Wie sie feststellten, variiert bei mongolischen Rennratten die Größe einer bestimmten Struktur, die wohl dem SDN-POA vergleichbar sein dürfte, mit der Testosteronmenge im Blut.

Schließlich gründet LeVays Studie oder zumindest eine populär gewordene Folgerung auf einer ungenauen Einordnung der einschlägigen Tierexperimente. Nach den Überlegungen LeVays soll der INAH3 des Menschen wie auch der SDN-POA der Ratte in einer Region des Hypothalamus lokalisiert sein, die bekanntermaßen das männliche Sexualverhalten mit hervorbringe. Wie jedoch bei unterschiedlichen Tierarten übereinstimmend gefunden wurde, liegen die Kerne gerade nicht in dem eigentlichen Gebiet dafür. Gorski und Gary W. Arendash, der jetzt an der Universität von Süd-Florida in Tampa arbeitet, haben zudem inzwischen nachgewiesen, daß das Sexualverhalten von Rattenböcken nicht beeinträchtigt wird, wenn man beidseitig den SDN-POA zerstört.

In eine ähnliche Richtung weisen Ergebnisse von Jefferson C. Slimp, die er bei Robert W. Goy am Regionalen Primatenforschungszentrum von Wisconsin in Madison gewann, kurz bevor ich dorthin ging. Demnach scheint bei männlichen Rhesusaffen die für das Sexualverhalten wichtige Region des Hypothalamus oberhalb des entsprechenden Areals lokalisiert zu sein, in dem beim Menschen der INAH3 liegt. Waren die Neuronen dort zerstört, machten die Männchen weniger Begattungsversuche als vorher; sie masturbierten allerdings noch gleich häufig.

Die Auffassung einiger Fachleute, dies bedeute, durch den Eingriff sei speziell die heterosexuelle Motivation herabgesetzt worden, ist allerdings nicht plausibel. Dieselben Tiere nutzten nun nämlich öfter als früher die Gelegenheit, durch eine Tür zu Weibchen zu gelangen (sie mußten dafür eigens einen Hebel drücken). Allerdings machte man nicht die Gegenprobe, das Interesse an anderen Männchen auszutesten. Deswegen sagt die Studie nichts über eine Beeinflussung einer homosexuellen oder heterosexuellen Neigung aus.

Nun sind die genannten Kerne im Hypothalamus nicht die einzigen Gehirnstrukturen, von denen man vermutet, daß sie je nach der sexuellen Orientierung anders ausgebildet seien. Darunter sind auch solche, die mit dem Sexualverhalten direkt nichts zu tun haben. So stellten Swaab und sein Mitarbeiter Michel A. Hofman fest, daß der ebenfalls im Hypothalamus liegende suprachiasmatische Kern bei homosexuellen Männern größer ist als bei heterosexuellen. Seine Größe variiert jedoch nicht mit dem Geschlecht, weswegen dieser Befund – sollte er sich denn in Wiederholungsexperimenten bestätigen – nicht die These stützen würde, daß das Gehirn eines Homosexuellen eher dem einer Frau ähnele.

Nach neueren Untersuchungen von Laura Allen ist die vordere Kommissur, die außer anderen solchen Strukturen Informationen zwischen den Gehirnhälften überträgt, bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern. Und aus einer Folgestudie schließt sie, daß diese Struktur bei homosexuellen Männern feminisiert, also größer sei als bei heterosexuellen Männern. Aber Steven Demeter, Robert W. Doty und James L. Ringo von der Universität Rochester (US-Bundesstaat New York) haben für die Geschlechter genau das Gegenteil festgestellt, nämlich größere Kommissuren bei Männern. Selbst wenn Laura Allen sich nicht irrte – die Größe der Kommissur eines Menschen würde allein nichts über seine sexuelle Neigung besagen. Denn der Unterschied zwischen den Werten von homo- und heterosexuellen Männern war zwar statistisch signifikant; doch lagen die von 27 der 30 homosexuellen Männer innerhalb der Streubreite von den 30 heterosexuellen der Vergleichsgruppe.


Genetisches Rätselraten

Wie steht es mit einer erblichen Grundlage für Homosexualität? Inzwischen liegen mehrere Arbeiten vor, wonach der Bruder eines homosexuellen Mannes mit höherer Wahrscheinlichkeit selbst homosexuell ist als jemand, der keinen homosexuellen Bruder hat. Aber nur eine gemeinsame Studie von J. Michael Bailey von der Northwestern University in Evanston (Illinois) und Richard C. Pillard von der Universität Boston (Massachusetts) umfaßte außer eineiigen und zweieiigen Zwillingen auch andere leibliche sowie adoptierte Brüder.

Das Ergebnis ist paradox: Die Zahlen sprechen teils für, teils gegen einen genetischen Einfluß. Wenn Homosexualität bei eineiigen Zwillingen auftrat, waren in 52 Prozent der Fälle beide betroffen, bei zweieiigen Zwillingen nur in 22 Prozent. Dies scheint auf einen genetischen Zusammenhang hinzuweisen, denn eineiige Zwillinge haben ausnahmslos die gleichen Gene, zweieiige nur zur Hälfte. Nun wäre eine Korrelation wie bei diesen auch für andere Brüder zu erwarten, die ebenfalls zu 50 Prozent gleiches Erbmaterial haben; aber von ihnen sind nur 9 Prozent ebenfalls homosexuell.

Bailey und Pillard ermittelten weiter, daß Adoptivbrüder von Homosexuellen weit häufiger – nämlich zu 11 Prozent – ebenfalls homosexuell sind als dies nach dem Durchschnitt in der Bevölkerung (die Schätzwerte streuen zwischen 1 und 5 Prozent) zu erwarten ist. Der Wert entspricht ungefähr dem leiblicher Brüder, die nicht Zwillinge sind. Solche Daten passen nicht zu einem simplen genetischen Einfluß; sie fordern geradezu dazu heraus, eine starke Umweltkomponente anzunehmen.

Auch andere neuere Studien haben ein vermehrtes Vorkommen von Homosexualität bei eineiigen im Vergleich zu zweieiigen Zwillingen aufgezeigt, die allerdings immer gemeinsam aufgewachsen waren. Solange man über Beiträge zur sexuellen Orientierung durch Lebensumstände nichts Genaues weiß und deswegen auch nicht ermessen kann, ob solche Faktoren bei eineiigen Zwillingen ähnlicher sind als bei zweieiigen, lassen sich ökosoziale und genetische Komponenten schwerlich auseinanderhalten. Man müßte erst Zwillinge untersuchen, die getrennt aufgewachsen sind.

Einstweilen dürfte der vielleicht aufschlußreichste Befund dieser Studien sein, daß rund die Hälfte der eineiigen Zwillinge nicht die gleiche sexuelle Orientierung hat, also obgleich sie genetisch identisch sind und im Mutterleib und als Kinder weitgehend gleichen Milieus ausgesetzt waren. Das unterstreicht, wie wenig wir über die Ursachen der geschlechtlichen Vorliebe wissen.


Eine verdächtige Genregion?

Dean H. Hamer von den amerikanischen Nationalen Gesundheitsinstituten in Bethesda (Maryland) fand mit seinem Team den bislang deutlichsten Hinweis auf die Beteiligung spezifischer Gene. Die Wissenschaftler fahndeten danach auf dem kurzen Endstück am langen Arm des X-Chromosoms, der Region Xq28, wo Hunderte von Genen liegen.

Frauen haben zwei X-Chromosomen und damit auch zwei Xq28-Regionen, Männer dagegen ein X- und ein Y-Chromosom. Mithin erhält ein Sohn das Y-Chromosom vom Vater, sein X-Chromosom von der Mutter. Aber welche der beiden Xq-28-Regionen sie ihm vererbt ist Zufall: Zwei Brüder haben mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit die gleiche. Hamer stellte nun fest, daß von den 40 untersuchten homosexuellen Brüderpaaren 33 – und nicht wie im Mittel zu erwarten 20 – jeweils identische Xq28-Regionen hatten.

Laien haben dies öfter derart mißverstanden, als wiesen die insgesamt 66 Männer (33 Brüderpaare) alle dieselbe Xq28-Sequenz auf. Das ist nicht korrekt und von den Autoren auch nicht so dargestellt worden: Jedes der Geschwisterpaare hatte einen eigenen Typ; und eine allen diesen Typen gemeinsame spezifische genetische Sequenz – sozusagen einen Kandidaten für ein Homosexualität-Gen – hat man nicht identifiziert.

Das Team hat auch nicht die betreffende Region der heterosexuellen Brüder seiner homosexuellen Probanden untersucht. Hamer meint, dies hätte wenig Wert gehabt, da solch ein Gen womöglich bei manchen Individuen "nicht voll durchschlägt", obwohl es vorhanden ist – was hieße, daß heterosexuelle Männer es zwar haben könnten, es aber nicht seine Funktion ausübe. Also hätte der Vergleich mit den heterosexuellen Brüdern möglicherweise aufdecken können, daß für die sexuelle Orientierung andere Faktoren als die Gene verantwortlich sind.

Auch Neil J. Risch von der Yale-Universität in New Haven (Connecticut), der die von Hamer verwendeten statistischen Verfahren mit entwickelt hat, äußerte sich dazu: Es sei zweifelhaft, konstatierte er, ob die Unterschiede überhaupt statistisch signifikant seien. Solange man nicht Genaueres darüber wisse, wie Homosexualität sich in Familien häuft, ließe sich aus den genetischen Daten nichts Schlüssiges folgern.

Die Studien, denen zufolge Homosexualität auch oder überhaupt auf einem erblichen Faktor beruhen soll (einmal angenommen, daß die Ergebnisse sich reproduzieren lassen), sagen über den Mechanismus dieser Erblichkeit nichts aus. Gene codieren für Proteine und nicht etwa für ein Verhalten oder für psychische Phänomene. Wir wissen geradezu nichts darüber, wie die komplexen mentalen Erscheinungen im Gehirn repräsentiert sind – was freilich nicht ausschließt, daß spezielle DNA-Sequenzen irgendwie das Gehirn dazu bringen, für die homosexuelle Orientierung eine neuronale Basis zu schaffen. Aber für die Erblichkeit eines Verhaltensmerkmals braucht es das gar nicht.

Statt dessen könnten bestimmte Gene die Ausprägung von Persönlichkeitszügen beeinflussen, die wiederum für bestimmte Formen von zwischenmenschlichen Beziehungen und subjektiven Erfahrungen empfindsam machen und es erleichtern, im sozialen Kontext zu einer sexuellen Orientierung zu tendieren. Viele Weisen sind vorstellbar, wie Temperamentsunterschiede in der Vielfalt von Milieus jeweils graduell andere Vorlieben bedingen.

Die Pflanzenwelt bietet ein gutes Beispiel dafür, wie komplex solche Zusammenhänge sein können: Von der Gemeinen Schafgarbe gibt es etliche genetische Varianten, die je nach Höhe des Standorts verschieden aussehen. Nur korreliert das Wachstum einer Variante keineswegs linear mit den Höhenmetern, noch ändert sich mit den Standorten einfach nur ein einziges Merkmal. Vielmehr variieren Größe des Krautes, Zahl der Blätter und Stengel sowie deren Verzweigung vielfältig (Bild 3). Wenn schon eine Pflanze derart mannigfach und empfindlich auf ihre Lebensbedingungen reagiert, was ist dann von einem so viel komplizierteren Organismus zu erwarten, der seine Umwelt willentlich zu verändern vermag?


Zu einfache Erklärungen

Wie Gene und Umwelt bei der Entwicklung der sexuellen Orientierung verquickt sein können, kann ich hier nur äußerst vereinfachend andeuten. So läßt sich zum Beispiel nach Ansicht vieler Wissenschaftler für Jungen, die das kindliche spielerische Raufen und Kräftemessen nicht mögen, eine Entwicklung zur Homosexualität mit mäßiger Wahrscheinlichkeit voraussagen. (Anhänger der Vorstellung von einem direkten biologischen Einfluß meinen dazu, dieses Verhalten sei der altersgemäße Ausdruck einer schon vollzogenen Programmierung auf Homosexualität im Gehirn.) Psychoanalytiker wiederum vermerken, daß viele Homosexuelle, die sich in Behandlung begeben, als Kind oder Jungendlicher ein ausgesprochen distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater hatten. Dies läßt die Psychologen annehmen, eine gestörte Vater-Sohn-Beziehung könne beim Sohn Homosexualität bedingen.

Bringt man beide Beobachtungen zusammen, ergäbe sich folgende Hypothese: Jungen, die – aus einer genetischen Veranlagung heraus – nicht gern an rauhen Spielen teilnehmen, finden mitunter dafür wenig Verständnis beim Vater, weil der sich einen durchsetzungsfähigen Sprößling wünscht. Dringt ein Vater nicht auf dieses Geschlechtsstereotyp, dürfte sich die Beziehung im allgemeinen enger gestalten. Das potentielle Gen würde im einen Fall die sexuelle Orientierung beeinflussen, im anderen nicht.

Selbst ein derart reduktionistisches Beispiel (das ohnehin wenig über den biologischen Zusammenhang besagt, um so mehr aber über ein kulturell geprägtes Rollenverständnis) macht deutlich, wie unter Umständen das Temperament sowenig wie das familiäre Umfeld allein den Ausgang bestimmt. Man kann in dem Falle eigentlich nur unschlüssige Resultate erhalten, wenn man sich als Forscher ausschließlich auf eine Seite konzentriert.

Zumindest dürfte das Beispiel deutlich gemacht haben, wie weit die Wissenschaft noch davon entfernt ist, die Hintergründe der sexuellen Orientierung – die biologischen und die sozialen wie auch ihr Wechselspiel – zu verstehen. Auch dann, wenn sich tatsächlich erweisen sollte, daß die Größe bestimmter Hirnstrukturen mit der sexuellen Orientierung korreliert, wären die heutigen Kenntnisse über das Gehirn immer noch viel zu unzulänglich, um zu verstehen, wie ein solcher quantitativer Unterschied einen qualitativen erzeugen kann, noch dazu in der Psyche und in einem so weiten Feld wie den sexuellen Vorlieben. Ähnlich würde auch eine Bestätigung genetischer Befunde, die angeblich die Erblichkeit von Homosexualität aufzeigen, weder Klarheit bringen, was eigentlich vererbt wird, noch wie dies die Sexualität beeinflußt. Der unsicheren Basis wegen werden auch in absehbarer Zukunft die Interpretationen dieser Untersuchungen fragwürdig bleiben.

Die Forschungen gehen weiter, aber was auch immer sie ergeben werden – Wissenschaftler und Öffentlichkeit müssen der Versuchung widerstehen, darin mehr zu sehen als erste, vorsichtig ertastete Resultate. Vielleicht noch wichtiger ist, daß wir uns fragen, warum wir gesellschaftlich an diesen Studien emotional so großen Anteil nehmen. Würden oder sollten wir denn unsere Mitmenschen und uns selbst anders sehen, wenn etwas Bestimmtes dabei herauskäme, und würden wir dann unser Leben anders einrichten und auf die Lebensweise anderer in veränderter Weise reagieren? Die Antworten auf die dringlichsten Fragen zu diesem Thema dürften wohl nicht in der Biologie von Menschengehirnen zu finden sein, sondern in den Kulturen, die von ebendiesen Gehirnen geschaffen worden sind.

Literaturhinweise

- Not in Our Genes: Biology, Ideology, and Human Nature. Von R.C. Lewontin, Steven Rose und Leon J. Kamin. Pantheon Books, 1984.

– Theories of Origins of Male Homosexuality: A Cross-Cultural Look. Von R.J. Stoller und G.H. Herdt in: Archives of General Psychiatry, Band 42, Heft 4, Seiten 399 bis 404, April 1985.

– Myths of Gender: Biological Theories about Women and Men. Von Anne Fausto-Sterling. BasicBooks, 1992.

– Human Sexual Orientation: The Biologic Theories Reappraised. Von William Byne und Bruce Parsons in: Archives of General Psychiatry, Band 50, Heft 3, Seiten 228 bis 239, März 1993.


Aus: Spektrum der Wissenschaft 7 / 1994, Seite 43
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
7 / 1994

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 7 / 1994

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