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Editorial: Trance und Kaffeerausch

Ein schöner Traum: Man liegt im Sessel, schließt die Augen, lauscht einer warmen, ruhigen Stimme und fühlt sich zutiefst entspannt. Ein Hypnotherapeut pflanzt derweil ins Unterbewusstsein heilsame Gedanken, und wenn man die Augen wieder öffnet, sind alle Laster und Leiden verschwunden. Ängste, Sucht, Stress – einfach "weghypnotisiert".

Eine magische Aura umgibt die alte Heilmethode der Hypnose; deshalb eignet sie sich wunderbar als Projektionsfläche für allerlei Heils­erwartungen. Doch den Hypnotiseur, der alle Probleme mal eben so fortzaubert, gibt es nicht. Bei bestimmten Erkrankungen wie Süchten und Ängsten kann die Hypnotherapie allerdings helfen, bestätigt der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie. Wie die Methode genau wirkt und was sich dabei im Gehirn abspielt, erklärt der Mediziner Bruno Suarez ab S. 44.

Selbsttest Hypnose

Aber wie läuft eine Hyp­nosesitzung überhaupt ab – und begibt man sich dabei auf Gedeih und Verderb in die Hände des Hypnotiseurs? Um das herauszufinden, machte unsere Autorin Melinda Baranyai einen Selbsttest. Sie wartete gleich mit zwei Ängsten auf: vor Spinnen und vor öffentlichen Auftritten. Der Hypnotiseur entschied sich für das Lampenfieber, denn hier könne sie schon innerhalb einer Sitzung Fortschritte erwarten.

Die Psychologin Baranyai spielt seit der Kindheit leidenschaftlich gern Klavier; an Konzerte sei jedoch nicht zu denken, berichtete sie. Sobald jemand zusehe, zitterten ihre Hände. Ob sie inzwischen auch vor Publikum munter in die Tas­ten greift, lesen Sie ab S. 38.

Die Alltagsdroge Nr. 1

Um die morgendliche Tasse Kaffee und ihre Wirkung auf Gehirn und Psyche ranken sich nicht weniger Mythen als um die Hypnose. Hält Kaffee wirklich wach, macht er nervös oder gar süchtig? Unseren Wissensdurst über die ­Alltagsdroge Nr. 1 stillte GuG-Redakteurin Liesa Klotzbücher (ab S. 76). Das Suchtpotenzial von Koffein können wir aus eigener Erfahrung be­stätigen: Obwohl das Gebräu in der Redaktionsküche recht gewöhnungsbedürftig schmeckt, ist die Kanne immer im Handumdrehen leer.

Wohl bekomm's!
Ihre
Christiane Gelitz

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