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Kreativität: Ideen marsch!

So genannte Savants – Menschen mit erstaunlichen geistigen Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet – lehren uns viel über die Wurzeln der Schöpferkraft. Jetzt versuchen australische Forscher sogar, das Syndrom mittels gezielter Hirnstimulation zu imitieren.
Plötzliche Erleuchtung

Ein genialer Einfall überkommt uns urplötzlich. Aus dem Konzert hoch vernetzter Hirnzellen entsteht dann auf einmal der reine Ton der Erkenntnis. So unerwartet er auftritt, so hoffnungslos erscheint der Versuch, ihn gezielt zum Klingen zu bringen. Aktuelle Studien legen jedoch nahe: Wer bestimmte Hemmmechanismen des Gehirns ausschaltet, kann Probleme kreativer lösen!
Von all den Reizen, die aus der Umwelt auf uns einströmen, gelangt nur ein winziger Bruchteil ins Bewusstsein. Unser Gehirn ist ununterbrochen damit beschäftigt, Informationen zu filtern und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Frühere Lernerfahrungen spielen hierbei eine große Rolle. Sie entscheiden mit darüber, welche Sinnesreize unsere Aufmerksamkeit erregen und welche nicht. So können zwei Menschen völlig unterschiedliche Dinge in ein und derselben Wolkenformation erkennen: Der Mediziner sieht vielleicht eine kranke Gallenblase, der Maler dagegen ein anmutiges Porträt.
Ohne diese vorgebahnten Interpretations­muster wären wir vom Treiben der Welt völlig überfordert ...

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Gehirn&Geist – Auszeit fürs Gehirn: Was tut das Gehirn, wenn wir nichts tun?

Was geschieht im Gehirn, wenn wir ihm eine Auszeit gönnen? Keineswegs ist es dann inaktiv: Es sortiert Erlebtes, verknüpft Ideen und schmiedet neue Pläne. Sich öfter einfach mal dem Nichtstun zu widmen, lohnt sich also. Vielleicht nehmen Sie diese Lektüre zum Anlass, Ihre Gedanken schweifen zu lassen. Außerdem berichten wir, wie sich Glück und Zufriedenheit im Lauf des Lebens wandeln, welche Risiken der inflationäre Gebrauch des Begriffs »Trauma« birgt und ob Quantensensoren der Hirnforschung künftig helfen können, Gedanken zu lesen. In Teil 1 unserer neuen Serie »Epilepsie« erfahren Sie zudem, warum epileptische Anfälle besonders häufig nachts auftreten, welche Erklärungen die Forschung bislang dafür gefunden hat und ob sich dies therapeutisch nutzen lässt.

Spektrum - Die Woche – »Zeiten ohne Handy machen uns freier«

Wie wirkt sich die digitale Reizüberflutung durch Handy und Social Media auf unsere Konzentration und mentale Gesundheit aus? Antworten dazu in unserem Interview mit der Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Außerdem: Katzen-Qubits – neue Hoffnungsträger für Quantencomputer. Jetzt in »Die Woche«.

Spektrum - Die Woche – Putzig, aber unerwünscht

Waschbären haben sich in Europa rasant verbreitet – die einen finden sie niedlich, andere sind nur noch genervt, weil die Tiere den Müll plündern oder in den Dachboden einziehen. Dazu kommen Risiken für Gesundheit und Natur. Wie stark schaden sie der heimischen Tierwelt und uns Menschen?

  • Quellen

Chi, R. P., Snyder, A. W.:Facilitate Insight by Non-Invasive Brain Stimulation. In: PLoS One 6, e16655, 2011

Chi, R. P., Snyder, A. W.:Brain Stimulation Enables the Solution of an Inherently Difficult Problem. In: Neuroscience Letters 515, S. 121-124, 2012

Hou, C. et al.:Autistic Savants. In: Neuropsychiatry, Neuropsychology, & Behavioral Neurology 13, S. 29-38, 2000

Snyder, E.:Explaining and Inducing Savant Skills: Privileged Access to Lower Level, Less-Processed Information. In: Philosophical Transactions of the Royal Society B 364, S. 1399-1405, 2009

Treffert, D. A.: Islands of the Genius: The Bountiful Mind of the Autistic, Aquired, and Sudden Savant. Jessica Kingsley Publishers, London/ Philadelphia 2010

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