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Im Rückblick




1901


Gesundes Strassenpflaster


Auf verschiedene Pflaster wurde je ein Dreifuss gesetzt, der in 11/2 Meter Höhe über dem Boden ein sterilisirtes Häutchen trug, das für ... 10 Minuten dem Strassenstaub ausgesetzt wurde, neben diesem Apparate wurde noch ein Anemometer gesetzt, um die Windgeschwindigkeit zu messen. Der Wind nämlich spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Verbreitung der Keime, und aus diesem Grunde wird ein besonders glattes Pflaster in gesundheitlicher Beziehung am Ungünstigsten sein, weil es dem Winde am Leichtesten gestattet, den Sand mit den darin enthaltenen Keimen in die Luft zu wirbeln. In dieser Hinsicht bietet der Schichtasphalt die grössten Nachtheile. (Zeitschrift für Transportwesen und Strassenbau, Beilage, XVIII. Jg., 1901, No. 2, S. 31)

Wellenschlag betreibt Leuchtboje


Die Boje ist so construirt, daß schon ein geringer Wellenschlag genügt, um die zur Erzeugung der vorschriftsmäßigen Lichtstärke nöthige Elektricität zu erzielen. Durch ein Uhr-werk im Inneren der Boje wird das Aufflammen und Verlöschen des Lichtes, das jede halbe Minute wechselt, genau geregelt. (Der Stein der Weisen, 26. Bd., 1901, S. 64)

Vorrichtung zum Atmen unter Wasser


Natriumsuperoxyd ... hat die Eigenschaft, in Wasser geworfen, Sauerstoff auszuscheiden und gleichzeitig eine Lösung von Ätznatron zu bilden. Der auf Grund dieser Eigenschaft konstruierte ... Luftregenerator der Franzosen Desgrez und Balthazard enthält eine Büchse, aus der durch den Stoss eines Uhrwerks (links) in regelmässigen Zwischenräumen kleine Mengen Natriumsuperoxyd in den darunter befindlichen Kasten mit Wasser fallen. Der entwickelte Sauerstoff wird durch einen mit Akkumulatoren (im Hintergrund) angetriebenen Ventilator (rechts unten) verteilt. Die ausgeatmete Luft muss die Ätznatronlösung passieren, bevor sie mit frischem Sauerstoff gemischt wie-der zur Atmung verwendet wird. Die ganze Appa-ratur steckt in einer hermetisch verschlossenen Alu-miniumbüchse, die inklusive Helm ca. 12 Kilo wiegt. (Die Umschau, V. Jg., Nr. 2, 5. Januar 1901, S. 26, 27)

 

1951


Deutsche Forschungsgemeinschaft gegründet


Der Deutsche Forschungsrat und der Hauptausschuß der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft kamen auf einer gemeinsamen Sitzung am 17. Januar in Stuttgart überein, Forschungsrat und Notgemeinschaft zu einer einheitlichen Organisation unter dem schon bisher für ihre Zusammenfassung gebrauchten Namen der "Deutschen Forschungsgemeinschaft" zu verschmelzen. ... Ihr Ziel ist die ideelle und materielle Förderung der deutschen Wissenschaft als einer alle ihre Zweige umschließenden Einheit und die Pflege ihrer Zusammenarbeit mit dem Staat und allen übrigen politischen und gesellschaftlichen Faktoren im In- und Ausland. (Deutsche Uni-versitätszeitung, 6. Jg., Heft 2, 26. Januar 1951)

Narkose-Steuerung durch Hirnwellen


Die während des Schlafes oder in der Narkose ausgeschickten Hirnwellen unterscheiden sich erheblich von den "Wachwellen". Dieser Unterschied wird in einem Narkose-Kontroll-apparat ausgenutzt, der von Reginald E. Bickford entwickelt und kürzlich ... vorgeführt wurde. Das Gerät kontrolliert mit Hilfe der ausgesandten Gehirnwellen nicht nur die Tiefe der Narkose, sondern die Wellen steuern auch die Zuführung des Narkose-Präparates in der Weise, daß mit der Schwächung der Hirnwellen, die ein Maß für die Tiefe der Narkose ist, zugleich die Zuführung des Narkosemittels verlangsamt und bei Erreichen einer bestimmten Wellenintensität abgestopt wird. (Orion, 6. Jg., 1951, S. 37)

Neues zur Meteorologie des Mars


Eine interessante Diskussion der von unserem Nachbarplaneten bekannten Daten ... vom meteorologischen Standpunkt aus liefert zahlreiche Parallelen, aber auch Unterschiede gegenüber unserem eigenen Planeten... Zwei voneinander unabhängige Bestimmungen ergaben übereinstimmend einen Luftdruck am Boden von 80 mb (Erde 1013 mb). ... Unter der Annahme nahezu adiabatischen Temperaturgefälles sind Druck und Dichte der Marsatmosphäre in 26 bis 28 km Höhe gleich der irdischen. ... Die regionale Verteilung der Mittagstemperaturen ergibt zur Zeit des Winters der nördlichen Marshemisphäre einen Gürtel maximaler Bodentemperatur (+20 bis +30°) in etwa 20° Südbreite, mit steilem Abfall zum vereisten Nordpol, aber nur schwachem Abfall zum sommerlich warmen Südpol. (Naturwissenschaftliche Rundschau, 4. Jg., Heft 1, Januar 1951, S. 26)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 1 / 2001, Seite 113
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
1 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 1 / 2001

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