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Glosse: Immer Ärger mit PIPPO

Würden Sie auf die Idee kommen, den Arzt Ihres Vertrauens zu fragen, ob er Evidenzbasierte Medizin betreibt? Was soll er denn sonst tun, werden Sie vermutlich denken. Doch als vor fünf Jahren Wissenschaftler des Universitätsklinikums Schleswig- Holstein 900 Ärzte zur Evidenzbasierten Medizin (EbM) befragten, gab fast ein Viertel an, den Begriff noch nie gehört zu haben; etwa 30 Prozent kannten ihn zwar, wendeten das Prinzip in der Praxis aber nicht an.

Dabei lautet die Grundforderung der EbM ebenso schlicht wie einleuchtend: Mediziner sollen für ihre therapeutischen Entscheidungen die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu Rate ziehen. Das ist keineswegs trivial; denn um zuverlässige Informationen, etwa über die Wirksamkeit eines Medikaments zu erhalten, genügt es nicht, ein paar physiologische Zusammenhänge im Labor aufzuklären. Ob ein Medikament wirkt, weiß man erst dann sicher, wenn es am Patienten getestet wurde und zwar randomisiert, verblindet, kontrolliert und in ausreichender Stichprobenzahl.

So selbstverständlich diese Vorgehensweise klingt, hat sie in der Medizin noch keine...

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