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Musikalische Rhythmen: Immer haarscharf daneben

Forscher analysieren die geringfügigen Schwankungen in musikalischen Rhythmen mit den Methoden der Statistik. Die so aufgedeckten Gesetzmäßigkeiten erlauben es beispielsweise auch, computergenerierte Musik natürlicher zu gestalten.
Immer haarscharf daneben

Warum klingen Musik und Schlagzeugrhythmen, die von Computern erzeugt werden, manchmal so unnatürlich? Ein Grund dafür liegt im Fehlen der winzigen Ungenauigkeiten, die zu jeder menschlichen Tätigkeit gehören. Egal welcher Musiker spielt: Abweichungen vom exakten Zeitmaß finden sich in jedem einzelnen Schlag eines jeden Taktes. Diese Abweichungen sind zumeist klein, etwa 10 bis 20 Millisekunden. Dies ist kürzer als die Dauer eines Flügelschlags einer Libelle, dennoch kann man den Unterschied hören.

Toningenieuren ist das Phänomen seit Langem bekannt. Sie bauen sogar kleine zufällige Abweichungen in computergenerierte Musikrhythmen ein, um sie natürlicher wirken zu lassen – ein Verfahren, das Humanizing (Vermenschlichung) genannt wird. Doch die genauen Eigenschaften solcher Abweichungen, wenn der Mensch komplexe Rhythmen spielt, waren bislang noch nicht untersucht worden. Sind die Variationen von einem Schlag zum nächsten rein zufällig? Oder stehen sie in einer Beziehung, die sich in einem Gesetz erfassen lässt? Um das herauszufinden, haben wir Methoden der Zeitreihenanalyse verwendet, wie sie in der Chaostheorie gebräuchlich sind…

September 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2012

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