Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Welt der Wissenschaft - Impaktforschung: Kosmische Einschläge auf der Erde

Das Wissen um Einschläge extraterrestrischer Projektile auf die Erde ist noch sehr jung. Weniger als 120 Jahre ist es her, dass erstmals für eine irdische geologische Struktur, den »Meteor Crater« in Arizona, ein solcher Ursprung postuliert wurde. Heute sind mehr als 200 Einschlagstrukturen auf der Erde bekannt. Wir machen eine Bestandsaufnahme.
Nördlinger Ries und Steinheimer Becken

Kreuzt ein interplanetares Objekt die Erdbahn, so kann es zur Kollision mit unserem Heimat­planeten kommen. Das gilt für Staubkörner aus dem All ebenso wie für Asteroiden und Kometen mit deutlich größeren Dimensionen. Sie treffen immer mit hoher Geschwindigkeit von mindestens 11,2 Kilometern pro Sekunde auf die irdische Atmosphäre. Staubförmige Meteoroide erzeugen dann die als Sternschnuppen oder Feuerkugeln bekannten Leuchteffekte in der oberen Atmosphäre. Je nach Zusammensetzung des Projek­tils werden größere Objekte von 50 bis 100 Metern Durchmesser in der Erdatmosphäre nicht mehr vollständig abgebremst und kollidieren mit der Erdoberfläche. Dabei entspricht die kinetische Energie für einen Impaktor mit nur 50 Meter Durchmesser und einer mittleren kosmischen Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Sekunde dem Äquivalent von elf Millionen Tonnen des Sprengstoffs TNT (Trini­trotoluol).

Wie bilden sich Einschlagkrater?

Die Entstehung eines Einschlagkraters lässt sich in drei Phasen gliedern – zunächst die Kontakt- und Kompressionsphase, danach die Aushub- und schließlich die Modifikationsphase (siehe »Ein Einschlagkrater ent­steht«, S. 20). In der ersten Phase wird das Projektil in Sekundenbruchteilen gestoppt, sobald es in Kontakt mit der Erdoberfläche kommt. Es dringt um das Ein- bis Zweifache seines eigenen Durchmessers in den Untergrund ein. Seine kinetische Energie wird in eine vom Einschlagpunkt radial nach außen laufende Stoßwelle transformiert. In entgegengesetzter Richtung rast diese Stoßwelle auch durch den Impaktor selbst, der in der Folge zumeist vollkommen aufgeschmolzen wird und in Teilen sogar verdampft. Die Stoßwelle führt im getroffenen Gestein ...

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Das Rätsel um die Atemwegsinfekte bei Kindern

Bald drei Jahre ist das Coronavirus in der Welt – und noch immer ist vieles unklar. Etwa ob schwere Atemwegsinfektionen bei Kindern damit in Zusammenhang stehen. In Berlin läuft derweil ein Pilotprojekt zum Abwassermonitoring, denn: »Nicht jeder geht zum PCR-Test, aber alle müssen zur Toilette.«

Sterne und Weltraum – Merkurs Schweif

Merkurs Schweif: Der Weg zum spektakulären Astrofoto - Wumms im All: Sonde DART kracht auf einen Asteroiden - Kuipergürtel: Ferner Staub findet ins innere Sonnensystem - Roter Planet: Bei der Opposition vom Mond verschluckt

Spektrum der Wissenschaft – Voyagers Erbe

»Voyagers Erbe« bietet Einblick in die Grenzen des Sonnensystems. Außerdem: Klimawandel: Dürre in Deutschland; Organische Chemie: Strom ermöglicht völlig neue Reaktionswege; Neandertaler: Uns ähnlicher als gedacht.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!