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Medizin: Implantierbare künstliche Lunge



Ein Großteil der Patienten, die auf eine Lungentransplantation warten, stirbt an Lungenversagen, bevor ein passendes Spenderorgan gefunden ist. Eine künstliche Lunge könnte die Wartezeit in Zukunft überbrücken helfen. Robert Bartlett von der Universität von Michigan in Ann Arbor hat ein solches Organ entwickelt. Da es in den Körper implantierbar ist, kann der Patient mit ihm sogar das Krankenhaus verlassen. Das Ersatzorgan wird an die Lungenarterie angeschlossen. Den Blutfluss durch die Kunstlunge gewährleistet somit das Herz des Patienten, nicht eine Pumpe. Dies senkt das Risiko, dass sich gefährliche Blutklümpchen bilden. Winzige Poren von Hohlfasern übernehmen die Aufgabe der Lungenbläschen: Wie diese entziehen sie dem Blut das Kohlendioxid und bringen im Gegenzug Sauerstoff ein. Im Tierversuch hat sich das künstliche Organ bereits bewährt: Schafe konnten damit für eine Woche am Leben gehalten werden. (University of Michigan)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 8 / 2002, Seite 47
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
8 / 2002

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 8 / 2002

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