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Extremismus

"In der Haft werden Vorurteile bestätigt"

Rechte Gewalt zählt zu den so genannten Hassverbrechen, die sich gegen bestimmte Gruppen wie Migranten, Juden oder Homosexuelle richten. Um die Denkweise der Täter zu ergründen, befragte die Psychologin Figen Özsöz vom Bayerischen Landeskriminalamt rechtsextremistische Jugendliche im Gefängnis.
Rechtsradikaler auf einer NPD-Demonstration

Frau Dr. Özsöz, was charakterisiert ein typi­sches Hassverbrechen?
Darunter versteht man Straftaten gegen Mit­glieder von Bevölkerungsgruppen, die von den Tätern gehasst, abgelehnt oder für minderwertig befunden werden. Das Opfer wird also nur deshalb zum Opfer, weil es beispielsweise homo­sexuell oder obdachlos ist oder weil man ihm seinen jüdischen Glauben oder seine ausländische Herkunft ansieht. Man spricht deshalb auch von Vorurteilsverbrechen: Das Tatmotiv entspringt nicht etwa einem persönlichen Konflikt, sondern das Opfer steht stellvertretend für eine Gruppe.
Woran erkennen Ermittler, dass eine Gewalttat auf Hass oder Vorurteilen gründet?
Im Mittelpunkt steht das Tatmotiv …

6/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 6/2013

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  • Literaturtipps

Dünkel, F., Geng, B. (Hg.): Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Forum Verlag Godesberg, Mönchengladbach 1999
Sozialwissenschaftliche Analysen rechtsextremer Biografien und Subkulturen

Pieken, G., Rogg, M.: ­Rechtsextreme Gewalt in Deutschland 1990-2013. Sandstein, Dresden 2013
Porträts von Neonazis sowie von Opfern rechtsextremer Gewalt

Van Dijk, J. et al.: The Burden of Crime in the EU. Research Report: A Comparative Analysis of the European Crime and Safety Survey (EU ICS) 2005