Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.

Wissenschaftsgeschichte: Innenansichten des Seelenorgans

Seit der Antike ergründen Anatomen das menschliche Gehirn. Viele von ihnen waren nicht nur hervorragende Wissenschaftler und genaue Beobachter, sondern auch Künstler. Ihre ästhetischen, teils skurrilen Werke ergeben eine Bilderreise durch fünf Jahrhunderte Hirnforschung.
Franz Joseph Gall: Fein gegliedert (1810)
"Wie schön wäre es, die eigene Seele zu sehen", träumte einst der französi­sche Philosoph François Marie Arouet, genannt Voltaire (1694-1778). Diesen Wissensdrang verspürten bereits die Gelehrten der Antike – wobei ihnen allerdings längst noch nicht klar war, wo der menschliche Geist überhaupt sitzt. So betrachtete Aristoteles (384-322 v. Chr.) das Herz als unser Zentralorgan; die weiche Masse im Kopf des Menschen fungierte seiner Ansicht nach lediglich als eine Art Kühlanlage für zu heißes Blut. Andere Forscher des Altertums ahnten jedoch bereits, dass wir mit dem Gehirn fühlen, denken und entscheiden.
Bis zum Mittelalter blieb es für die Wissenschaftler üblich, ihre Erkenntnisse vor allem durch das Studium alter Schriften zu gewinnen. Nur die wenigsten – wie der griechische Arzt ­Herophil von Chalcedon (um 330-250 v. Chr.) – setzten das Messer an und schauten selbst nach, wie es unter dem Schädeldach aussieht.
Erst mit der Renaissance erwachte der Forscherdrang zu neuer Blüte …
Oktober 2011

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Oktober 2011

Kennen Sie schon …

38/2018

Spektrum - Die Woche – 38/2018

In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Sommer, dem Altern und Mücken.

36/2018

Spektrum - Die Woche – 36/2018

In dieser Ausgabe widmen wir uns Schwangerschaften, Meereswirbeln und einer Grenze.

Dossier 3/2018

Gehirn&Geist – Dossier 3/2018: Das Geheimnis des Denkens

Embodiment: Bewusstsein aus dem Herzen • Vergessen: Unterschätzte Leistung des Gehirns • Tastsinn: Die Macht der Berührung Langtext:

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Literaturtipp
Larink, W.: Bilder vom Gehirn. Bildwissenschaftliche Zugänge zum Gehirn als Seelenorgan. Akademie, Berlin 2011
(erscheint im November 2011)