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Welt der Wissenschaft: Marsforschung: Tiefe Einsichten: InSight erkundet das Innere des Mars

Nach ihrer Ankunft in der Region Elysium Planitia am 26. November 2018 wird die Raumsonde InSight zwei Jahre lang den inneren Aufbau des Roten Planeten erforschen. Die Mission ist ein gelungenes Beispiel internationaler Zusammenarbeit.
InSight auf Mars (Künstlerische Darstellung)

Mit großer Spannung fiebern Planetenforscher in Europa und den USA dem 26. November 2018 entgegen: An diesem Tag wird die Raumsonde InSight am Mars ankommen und dort zur Landung ansetzen. Nur wenn die Sonde unbeschadet die Oberfläche erreicht, wird es überhaupt eine Mission geben, denn alle Instrumente an Bord sind auf einen einzigen Zweck hin ausgelegt: das Innere des Roten Planeten zu erkunden.

Die Entscheidung über Wohl oder Wehe fällt innerhalb von nur sieben Minuten. In dieser Zeitspanne muss die Sonde zahlreiche Manöver in exakt der richtigen Zeit und im richtigen Ablauf ausführen, um unversehrt die Marsoberfläche zu erreichen. Während der Landung ist das Bodenpersonal zum ohnmächtigen Zuschauen verdammt: Ein direktes Eingreifen von der Erde aus ist nicht möglich, denn die Signale benötigen vom Mars zur Erde und zurück rund 16 Minuten. Deshalb sind alle Abläufe während der Landung vorprogrammiert, damit InSight sie mit Unterstützung ihrer Sensoren völlig autonom ausführt.

Der Flug von InSight verlief seit dem Start am 5. Mai 2018 reibungslos. Ein bereits im Vorfeld geplantes Bahnkorrekturmanöver mittels der Bordtriebwerke 17 Tage nach Eintritt in die Transferbahn brachte die Sonde exakt auf Marskurs …

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?

Spektrum der Wissenschaft – Dunkle Kometen: Geisterfahrer im Sonnensystem

Eine kleine Gruppe von Himmelsobjekten sorgt für Rätselraten unter Fachleuten: Obwohl die Brocken keinen Schweif aus Gas und Staub aufweisen, bewegen sie sich wie Kometen. Was treibt diese Dunklen Kometen an? Könnten sie sogar Hinweise auf den Ursprung des Wassers auf der Erde liefern? Weitere Themen in dieser Ausgabe: Die Ökologin Katja Tielbörger und der Molekularbiologe Detlef Weigel diskutieren darüber, wie ein Kompromiss zur Neuregelung der Grünen Gentechnik aussehen könnte. Sie sind sich einig: Man muss das gesamte System betrachten. Angesichts des Internationalen Jahres der Quantenphysik gehen wir der Frage nach, warum selbst Physiker die Quantenmechanik nicht verstehen – und was ihre Formeln über die Wirklichkeit aussagen. Außerdem stellen wir Ihnen vor, was Mikrofossilien über die Zeitgenossen der Dinosaurier verraten, und wir präsentieren Ihnen die Farbenpracht des altägyptischen Tempels von Esna. Fünf Jahre arbeiteten Restauratoren an der Rekonstruktion. Das Ergebnis ist spektakulär.

Sterne und Weltraum – Urknall: Der Anfang von allem?

Der Urknall gilt als Ursprung unseres Universums – Dunkle Materie und Dunkle Energie bestimmen die kosmische Dynamik, bleiben aber rätselhafte Platzhalter. Immer mehr Forschende zweifeln am Standardmodell und fordern neue Erklärungen. Wir zeigen Ihnen im ersten Teil des zweiteiligen Beitrags Befunde, die das kosmologische Standardmodell stützen. Um die Erde wird es eng – unser Artikel über Weltraumschrott informiert über die rasant wachsende Zahl an Objekten im erdnahen Raum. Sie führen immer häufiger dazu, dass Raumfahrzeuge ausweichen müssen. Lässt sich das noch handhaben, oder werden bestimmte Umlaufbahnen für die Raumfahrt zukünftig unbrauchbar? Darüber hinaus: Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone, Details zum größten Sonnensturm der letzten 15 000 Jahre, den ältesten Festkörpern in unserem Sonnensystem und der ersten chinesischen Mission zur Beprobung eines Asteroiden.

  • Literaturhinweise

Plesa, A.-C. et al.: How Large are Present-Day Heat Flux Variations Across the Surface of Mars? In: Journal of Geophysical Research Planets 121, S. 2386 – 2403, 2016

Spohn, T. et al.: The Heat Flow and Physical Properties Probe (HP3) for the InSight Mission. In: Space Science Reviews 214:96, 2018

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