Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Interview: Das Universum als Kunstwerk

Frank Wilczek zählt zu den einflussreichsten Physikern der Gegenwart. Ein Gespräch über die Ästhetik der Naturgesetze, die beste Erklärung für die Dunkle Materie und eine Sorte von Teilchen, die sich einfach nicht festlegen will.
Frank Wilczek

Herr Professor Wilczek, im Juli 1991 berichteten Sie in Spektrum über so genannte Anyonen, ein Phänomen aus der Festkörperphysik. 2004 erhielten Sie dann den Nobelpreis für Forschung in der Teilchenphysik. Sie fühlen sich offenbar auf beiden Gebieten wohl. Zu welcher der Disziplinen würden Sie Physikstudenten heute raten?

Wilczek: Das hängt ganz davon ab, was für eine Person man ist. Wenn man gern die Quantenmechanik anwendet und kreativ über diese wunderbaren Konzepte nachdenkt, dann ist die Festkörperphysik ein reichhaltiges Feld. Die Teilchenphysik dagegen hat den Reiz des Unbekannten. Schließlich geht es hier nicht darum, auf bestehenden Konzepten aufzubauen, sondern sich neue auszudenken. Das Ziel ist, die wirklichen grundlegenden Naturgesetze zu entdecken ...

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Ein kühles Haus inmitten von Hitze

Wie kann man sich vor immer häufiger auftretenden Hitzewellen schützen? Kältenetze sollen zukünftig unsere Städte kühl halten, der Schutz »thermischer Massen« hilft und Klimaanlagen prägen längst unseren Alltag. Immer mehr davon kühlen unsere Wohnräume und könnten sogar das Stromnetz stabilisieren.

Spektrum Kompakt – Neues aus der Welt der Qubits

Die Quantenphysik ist so abstrakt wie faszinierend und die technische Revolution durch sie wird immer greifbarer. Mit effizienteren Algorithmen und anderen Neuerungen wie Katzen-Qubits rücken nützliche Quantencomputer in Reichweite – aber mit ihnen auch Gefahren für unsere digitale Sicherheit.

Spektrum der Wissenschaft – Kosmisches Rätsel - Galaxien ohne Dunkle Materie

Dunkle Materie gilt als unverzichtbar für die Entstehung von Galaxien – doch inzwischen wurden mehrere Systeme ohne sie entdeckt. Was bedeutet das für die bisherigen Modelle? Der zweite Teil der Serie »Intelligenz aus zwei Welten« widmet sich der Frage, ob wir eigentlich noch verstehen, was wir erforschen, wenn künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Passend dazu hinterfragt ein Kommentar kritisch den Umgang mit KI-Tools in der Wissenschaft. Außerdem berichten wir über umstrittene Fossilien aus Gabun und über aktuelle Versuche von Biophysikern, künstliches Leben zu erzeugen.

  • Literaturtipps

Literaturtipps

Gast, R.:Trügerische Eleganz, Spektrum der Wissenschaft November 2018, S. 14–22

Die Debatte um die Rolle von mathematischer Ästhetik in der Teilchenphysik

Wilczek, F.: A Beautiful Question. Penguin, London 2015

Frank Wilczeks lesenswertes Plädoyer für das Universum als Kunstwerk

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.