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Nekropolen: Waren die Makedonen Barbaren?

Ein Interview zur makedonischen Kultur mit der Archäologin Caroline Huguenot, Projektmit­arbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Philipp II. wie auch sein Sohn Alexander mussten sich von politischen Gegnern vorwerfen lassen, nicht Griechen, sondern Barbaren zu sein. Welche Erkenntnisse über die makedonische Elite bieten deren Gräber?

Huguenot: Sie zitieren vor allem den stark athenozentrischen Blickwinkel des Staatsmannes und Redners Demosthenes, der im 4. Jahrhundert v. Chr. gegen die Expansion der Makedonen kämpfte, unter anderem mit dem Versuch, sie kulturell ins Abseits zu stellen. Er bezeichnete sie als Barbaren, die kein Griechisch sprächen und einer anderen als der griechischen Kultur angehörten. Nun bestätigen allerdings die archäologischen Entdeckung der letzten Jahrzehnte, insbesondere die Monumentalgräber, was schriftliche Quellen bereits vermuten ließen: dass die Makedonen einen griechischen Dialekt sprachen und seit Langem hellenisiert waren. Jüngere Forschungen zeigen sogar ein blühendes Königreich, weit entfernt von jener rudimentären Kultur, die Demosthenes beschwor ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

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