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Planetologie: Io in Aktion



Der Jupitermond Io ist der vulkanisch aktivste Ort in unserem Sonnensystem. Anders als bei der Erde liefern jedoch nicht zerfallende radioaktive Elemente im Innern die nötige Wärme. Io wird vielmehr von außen aufgeheizt: Die gewaltigen Gezeitenkräfte des Jupiters walken den Mond regelrecht durch. Deshalb hat er auch kein eigenes Magnetfeld: Die dafür erforderlichen konvektiven Umwälzungen in seinem Inneren finden nicht statt. Allerdings steht er unter dem Einfluss der starken magnetischen Feldlinien des Jupiters. Neue Messungen der Jupiter-Sonde Galileo zeigen nun, dass vulkanisch aktive Zonen auf Io das Magnetfeld beeinflussen. Damit könnten sich aufsteigende Magmasäulen im Mantel aufspüren und neue Erkenntnisse über das Innere des Mondes gewinnen lassen, meint Margaret Kivelson von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Außer Daten über das Magnetfeld lieferte Galileo auch spektakuläre Aufnahmen. So präsentiert sich Tupan Pantera, eine etwa 75 Kilometer breite vulkanische Senke, die nach einem brasilianischen Donnergott benannt ist, in einem regelrechten Farbenmeer. Wie die orangeroten, grünen, gelben und schwarzen Tönungen bei Reaktionen von geschmolzenem Gestein mit Schwefelverbindungen entstehen, ist allerdings noch weit gehend ungeklärt.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 2 / 2002, Seite 25
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
2 / 2002

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 2 / 2002

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