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Springers Einwürfe: Ist Sex im Alleingang besser?

Manches Wunder der Natur ist so unscheinbar, dass wir es wohl nie im Fernsehen zu Gesicht bekommen werden. Zum Beispiel Caenorhabditis elegans (griechisch für: zierliches neues Stäbchen). Das ist ein winziger, nur einen Millimeter langer Fadenwurm, den Biologen wegen seiner einfachen Struktur gern als Modellorganismus für ihre Forschungen verwenden.

Einfach ist er, aber nicht primitiv. So vermehrt sich das evolutionär höchst erfolgreiche und entsprechend weit verbreitete Würmchen nicht etwa ungeschlechtlich - indem es durch simple Teilung oder Knospung identische Kopien seiner selbst erzeugt –, sondern im Prinzip sexuell wie wir auch: durch Vereinigung von Ei- und Samenzellen. Allerdings macht es sich das Geschlechtsleben einfacher als wir und die meisten komplexeren Tiere, die entweder als Männchen oder als Weibchen chronisch unerfüllt durchs Leben schweifen. Dieser Wurm ist mit Vorliebe Hermaphrodit. Das heißt, die meisten Exemplare von C. elegans tragen sowohl Samen- als auch Eizellen in sich. Deshalb können sie sich als echte Zwitter die umständliche Partnersuche ersparen; durch Selbstbefruchtung zeugen und gebären sie ihre Nachkommen.

Aber Inzucht ist in ihrem Fall kein Muss. Gelegentlich entstehen Fadenwurm-Männchen, die dann mangels eigener Eier die des nächstbesten Hermaphroditen begatten. Damit ist C. elegans das ideale Tiermodell zur Klärung der Frage: Warum hat die Evolution zwei separat verkörperte Geschlechter hervorgebracht, statt es sich mit Selbstbefruchtung bequem zu machen?...

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