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Kommentar: Jetzt umsteuern!

Zehn Jahre nach der "Bologna-Erklärung", in der sich 30 europäische Staaten am 19. Juni 1999 zu dem Ziel eines einheitlichen europäischen Hochschulraums bekannten, hat sich an deutschen Universitäten statt Euphorie Ernüchterung breitgemacht. Selbst vehemente Befürworter der Hochschulreformen müssen eingestehen, dass Kernziele des Bologna-Prozesses bislang nicht erreicht wurden. So ist mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen ein Studienortwechsel im In- wie Ausland nicht erleichtert, sondern deutlich erschwert worden. Der erhoffte Automatismus bei der Anerkennung von Studienleistungen blieb aus. Und die Zahl der Studienabbrecher hat sich insbesondere in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften erhöht statt verringert.

Verantwortlich für diese Fehlentwicklungen ist die bürokratische Umsetzung der Reformen in Deutschland, bei der die angestrebte Vereinheitlichung mit Gleichmacherei verwechselt wurde. Die unterschiedlichen Wissenschafts- und Ausbildungstraditionen der inzwischen 46 Bologna-Signatarstaaten lassen sich jedoch nicht über einen Kamm scheren...

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