Direkt zum Inhalt

Schlichting!: Der Vater der modernen Optik

Vor 450 Jahren, im Dezember 1571, wurde Johannes Kepler geboren. Den meisten ist er durch die nach ihm benannten Planetengesetze vertraut. Weniger bekannt ist: Er brachte die geometrische Optik praktisch zur Vollendung. Beide Leistungen hängen eng zusammen.
Auf den Boden unter einem Baum werfen kleine Öffnungen zwischen dem dichten Laubwerk viele Projektionen der Sonnenscheibe

Die drei keplerschen Gesetze gelten zu Recht als revolutionär. Indem Johannes Kepler (1571-1630) für die Bewegungen der Planeten physikalische Ursachen annahm, deren Ursprung in der Sonne liegt, lieferte er entscheidende Argumente für das Weltbild von Nikolaus Kopernikus (1473-1543). Die Planeten­gesetze wiederum waren eine Voraussetzung für eine quantitative Naturbeschreibung, auf der Isaac Newton (1643-1727) die klassische Physik begründen konnte. Seitdem gibt es keinen Unterschied mehr zwischen himmlischen und irdischen Regeln.

Auf einem anderen Gebiet war Kepler ebenso welt­bewegend tätig, nämlich der geometrischen Optik. Er brachte sie zu einem bis heute gültigen Abschluss (sieht man einmal von der späteren quantitativen Formulierung des Brechungsgesetzes ab). Beide Bereiche sind enger miteinander verknüpft, als man zunächst denken könnte.

Entscheidend war dabei die Lösung des so genannten Sonnentalerproblems, bei dem sich Astronomie und Optik treffen …

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – 47/2021

In dieser Woche geht es unter anderem um eine Sonde, die ein fast hollywoodreifes Manöver fliegen wird, um vollbelegte Kinderkliniken und um die Frage, ob Erkältungen in der Kindheit gegen das Coronavirus helfen.

Sterne und Weltraum – 7/2021

Netzwerk aus Pulsaren: Neues Signal gibt Rätsel auf - Hubble Nachfolger: Was beobachtet das JWST in seinem ersten Jahr? - Jets aktiver Galaxien: Im Würgegriff magnetischer Felder -Sonnenbeobachtung: So erkunden Sie unser aktives Zentralgestirn - Riesenfernrohr: Archenhold-Sternwarte wird 125 Jahre alt

Spektrum - Die Woche – 46/2020

Vor 125 Jahren entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen. Weltraumforschern öffnen sie ein Fenster zum Kosmos. Außerdem: Wie sinnvoll wäre es, Herdenimmunität durch Infektionen zu erreichen?

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!