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Südamerika: Kartoffelsuppe mit feurigem Chili

Die alten Inka konservierten Kartoffeln auf eine Art, die bis heute Bestand hat.
»Zwei der einheimischen Nahrungsmittel bilden, abgesehen vom Mais, den Hauptteil der indianischen Ernährung: erstens die Kartoffel, die wie eine Trüffel aussieht und gekocht innen so weich wie eine gebratene Marone ist. »Sie hat, wie die Trüffel, weder Schale noch Kern, denn sie wächst wie diese unterirdisch. Ihre Blätter sehen genau wie die des Mohns aus. Zweitens gibt es noch eine sehr gute essbare Pflanze, die Quinoa heißt.« Die Beschreibung stammt von dem spanischen Konquistador Pedro de Cieza de León (1520 – 1554), der sich im 16. Jahrhundert als Chronist in Südamerika aufhielt. Seine Eindrücke zur Lebensweise der Inka, bei denen er auch die Kartoffel kennen lernte, hielt er in seinem dreibändigen Werk »Chronica del Perú« fest.

Das Ursprungsgebiet der Knollenfrucht liegt in den Anden, die sich über die heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile erstrecken. Vor spätestens 4500 Jahren begannen die Bewohner dieser Region Kartoffeln anzubauen. Schon weitaus früher ernteten sie das Nahrungsmittel in seiner wild wachsenden Form. Die Inka ernährten sich zudem von Mais, Maniok, Bohnen, Avocados, Kürbissen und Quinoa, einem Fuchsschwanzgewächs mit getreideähnlichen Samen, die ebenfalls in den Hochebenen der Anden wächst. Fleisch stand im Inkareich selten auf der Speisekarte; nur hin und wieder ergänzten Meerschweinchen die Mahlzeiten. Zwar hielten sich die Menschen auch Lamas, diese dienten jedoch vor allem als Lasttiere.

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