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Archäologie: Kein Kollaps auf der Osterinsel?

Die Osterinsel gilt als Metapher für die Folgen exzessiver Ausbeutung der Natur: Aller Ressourcen ledig, kollabierte die Gesellschaft der Rapanui. Doch diese Lehrmeinung könnte sich als Mythos erweisen.
Jahr für Jahr nehmen Tausende von Touristen aus aller Welt den langen Flug über den Pazifischen Ozean auf sich, um die riesigen Statuen der Osterinsel zu besichtigen. Manche mögen sich an der Kargheit des weitgehend baum- und strauchlosen Eilands stören, die meisten Archäologen dieser Welt werden ihnen dazu erklären, dass sie Menschenwerk sei: Die aus Polynesien stammenden Ureinwohner hätten zunächst in einem vorgeschichtlichen Paradies gelebt, sich dann aber durch Raubbau an ausgedehnten Palmenwäldern selbst daraus vertrieben. Der Wind fegte nun ungehindert über die Insel und trug fruchtbaren Mutterboden davon. Hunger, Krieg, ja Kannibalismus seien die Folge gewesen.

Der amerikanische Archäologe und Anthropologe Terry L. Hunt stellt diese Meinung in Frage und hat die Diskussion um die Ursache des Ökokollaps auf der Osterinsel erneut angefacht. Er zweifelt bisherige Datierungen der Erstbesiedlung an, stellt eigene Grabungsergebnisse dagegen und bietet zudem eine alternative Erklärung für das große Waldsterben an.

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