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Springers Einwürfe: Keine Zukunft ohne Kreislaufwirtschaft

Nur geschlossene Produktionskreisläufe können verhindern, dass dicht bevölkerte Entwicklungsländer an ihren Abfällen ersticken.

Der giftige Smog, der den Einwohnern Pekings den Atem nimmt, ist lediglich ein chinesisches Umweltproblem unter vielen. Das gewaltige, gegenüber Mensch und Natur wenig rücksichtsvolle Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte hat die dortige Umwelt während der letzten Jahrzehnte so sehr belastet, dass manche Ökonomen meinen, die Wachstumsbilanz des Landes wäre eigentlich negativ, wenn man alle "externen" Kosten der Umweltzerstörung einbezöge.

Der Raubbau in Zahlen: Um ein Bruttoinlandsprodukt im Wert von einem US-Dollar herzustellen, benötigt China derzeit 2,5 Kilogramm Rohstoffe – gegenüber 0,54 Kilogramm in den entwickelten Industrieländern. Das Land erzeugt jährlich rund drei Milliarden Tonnen Industrieabfälle, von denen nur zwei Drittel recycelt, kompostiert oder verbrannt werden. Eine Milliarde Tonnen landet somit Jahr für Jahr in der Umwelt.

Doch die australischen Ökonomen John A. Mathews und Hao Tan – der eine ist Professor für strategisches Management an der Macquarie University in Sydney, der andere lehrt internationale Betriebswirtschaft an der University of Newcastle in Callaghan – preisen China trotz dieser Horrorzahlen als Vorbild für andere Länder mit ähnlichen Problemen. Denn inzwischen erkennt die kommunistische Regierung den übermäßigen Ressourcenverbrauch offiziell als Problem an – und die Kreislaufwirtschaft als Lösungsweg. ...

Mai 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2016

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  • Quelle

Mathews, J. A. und Tan, H.: Circular Economy: Lessons from China. In: Nature 531, S. 440 – 442, 2016