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Künstliche Intelligenz: Getrennt marschieren, vereint schlagen

Von der biologischen Evolution inspiriert, machen Informatiker große Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dabei stellt es sich als hilfreich heraus, sich nicht auf ein einziges bestimmtes Ziel zu versteifen, sondern Algorithmen eine vielfältige und freie Entwicklung zu ermöglichen.
Künstliche Intelligenz (Symbolbild)

Gemeinsam mit seinen Studenten entwickelte der Informatiker Kenneth Stanley von der University of Central Florida 2007 eine Website namens Picbreeder. Sie zeigt 15 ähnliche Bilder an, die aus geometrischen Formen oder wirbelnden Mustern bestehen und gelegentlich wie echte Objekte wirken, etwa ein Schmetterling oder ein Gesicht. Die Nutzer werden gebeten, ein Bild auszuwählen. Daraufhin generiert ein Algorithmus einen neuen Satz von Bildern – und zwar Variationen des ausgewählten.

Während Stanley mit dieser Website herumspielte, fiel ihm ein Motiv auf, das ihn an einen Außerirdischen erinnerte. Er klickte die alienähnlichen Bilder wiederholt an und beobachtete dabei, wie die Augen immer tiefer wanderten, bis sie plötzlich den Rädern eines Rennwagens glichen. Das brachte ihn auf einen Gedanken, der seine Forschung entscheidend prägen sollte: Wenn er statt eines Außerirdischen von Anfang an versucht hätte, ein Auto zu generieren, wäre er vielleicht nie bei diesem Ergebnis gelandet …

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