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Springers Einwürfe: Kleine Physik der Wirtschaftskrise

Im Januarheft ereiferte ich mich an dieser Stelle ein wenig über Physiker, die lieber an der Wallstreet spekuliert haben, als in weiser Voraussicht der kommenden Krise mathematische Modelle für instabile – "wilde" – Märkte zu entwerfen. Das trug mir mehrere Leserbriefe ein, die übereinstimmend bezweifelten, dass moderne Finanzmärkte überhaupt berechenbar seien. Es handle sich nun einmal um ein chaotisches Aufschaukeln positiver Rückkopplungen, und daran müsse jede Theorie scheitern, die nach dem Vorbild der Physik Erhaltungsgrößen und Gleichgewichte definiert.

Tatsächlich hat sich in der Krise die herkömmliche Idee des Marktgleichgewichts blamiert, der zufolge umfassend informierte Akteure nur ihrem Eigeninteresse folgend Angebot und Nachfrage so auspendeln, dass Güter und Dienstleistungen sich ganz von selbst optimal verteilen. Das ähnelt der statistischen Thermodynamik, in der das mikroskopische Zufallsverhalten der einzelnen Atome zu Gesetzen für makroskopische Kenngrößen wie Druck, Temperatur und Entropie führt. Jetzt aber schlägt die Stunde der Nichtgleichgewichtstheoretiker, die seit Jahren...

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