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Riechen: Kleine Spürnasen

Schon Säuglinge bevorzugen bestimmte Düfte. Einige solcher Vorlieben sind angeboren, andere entwickeln sich im Mutterleib oder in frühester Kindheit. In jedem Fall hinterlassen die ersten Geruchserfahrungen Spuren für das ganze Leben.
In seinem Werk "Emil oder Über die Erziehung" (1762) schloss sich der Philosoph Jean-Jacques Rousseau entgegen seiner sonstigen Gewohnheit einmal der Meinung seiner Zeitgenossen an: Damals galt der Geruchssinn als eine niedere Sinnesleistung, argwöhnte man doch, er würde ein unkultiviertes, ja geradezu animalisches Verhalten provozieren. Eine Ansicht, die sich erstaunlich hartnäckig bis in die 1970er Jahre hielt und erst danach durch neue Erkenntnisse der Verhaltensbiologie und Psychologie langsam revidiert wurde ...
Dezember 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Dezember 2007

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Literaturtipps

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Delauney-El Allam, M. et al.: Learning at the Breast: Preference Formation for an Artificial Scent and its Attraction Against the Odor of Maternal Milk. In: Infant Behavior and Development 29(3), 2006, S. 308-321.

Goubet, N. et al.: Olfactory Experience Mediates Response to Pain in Preterm Newborns. In: Developmental Psychobiology 42(2), 2003, S. 171-180.

Marlier, L., Schaal, B.: Human Newborns Prefer Human Milk: Conspecific Milk Odor is Attractive Without Postnatal Exposure. In: Child Development 76(1), 2005, S. 155-168.

Schaal, B. et al.: Olfaction in the Fetal and Premature Infant: Functional Status and Clinical Implications. In: Clinics in Perinatology 31(2), 2004, S. 261-285.

Schaal, B. et al.: Chemical and Behavioural Characterization of the Mammary Pheromon of the Rabbit. In: Nature 424, 2003, S. 68-72.

Schaal, B. et al: Human Foetuses Learn Odours from their Pregnant Mother´s Diet. In: Chemical Senses 25(6), 2000, S. 729-737.